Kölner Stadt-Anzeiger: NRW strebt Vorreiterrolle bei künstlicher Intelligenz an – Ministerin Pfeiffer-Poensgen plädiert für Institut für Digitalisierungsforschung

Das Land Nordrhein-Westfalen will bei der Erforschung
und Entwicklung von künstlicher Intelligenz (KI) eine Vorreiterrolle
einnehmen. Es gehe darum, die Spitzenforschung mit der Wirtschaft
bestmöglich zu vernetzen, sagte Wissenschaftsministerin Isabel
Pfeiffer-Poensgen dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Montagausgabe). Eine
Plattform mit Teilnehmern von Fraunhofer Instituten,
Grundlagenforschern sowie Unternehmen und Gewerkschaften diskutiere
bereits mögliche Potenziale. “Wir müssen uns in bestimmten Bereichen
profilieren, diese auch personell entsprechend ausstatten und
Programme für Startups auflegen”, sagte die Ministerin der Zeitung.
Man müsse sich dabei “genau überlegen, was man macht, denn wir können
nicht mithalten mit Amazon, Facebook oder Google, die Hunderte
Millionen Dollar investieren.” Beim Thema KI gehe es nicht nur um die
Technik, sondern auch um ethische Fragen: “Was wir gerne in Angriff
nehmen würden, ist ein Institut für Digitalisierungsforschung. Da
gibt es bereits einen Nukleus mit einem Kreis von Wissenschaftlern
mit Sitz in Bochum, aus dem heraus sich das entwickeln soll.”
Pfeiffer-Poensgen plädiert zudem für eine engere Kooperation in der
Medizinforschung. Ein gutes Beispiel hierfür sei der Zusammenschluss
zwischen den Unis in Aachen, Bonn, Köln und Düsseldorf in der
Krebsforschung. Den in Köln diskutierten Plan eines Verbundes von
Uniklinik und städtischen Kliniken nennt die Ministerin “konsequent”.
Es müsse aber erst geprüft werden, was auf die Uniklinik an
finanziellen Belastungen zukäme.

Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
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