Kölner Stadt-Anzeiger: Walter-Borjans: Verbleib in der GroKo könnte SPD mehr schaden als Neuwahlen

Köln. Der Bewerber um den SPD-Vorsitz, Norbert
Walter-Borjans, ist der Ansicht, dass ein Verbleib in der großen
Koalition seiner Partei mehr schaden könnte als Neuwahlen. Auf die
Frage, ob er nicht ein desaströses Ergebnis bei Neuwahlen fürchte,
sagte der frühere NRW-Finanzminister dem “Kölner Stadt-Anzeiger”
(Montag-Ausgabe): “Ich habe auf jeden Fall Sorge, dass sie das mit
einem Weiter-so als schrumpfender Juniorpartner bei den nächsten
regulären Wählen täte.” Er fügte hinzu: “Die Vermeidung von Neuwahlen
als oberstes Ziel verbunden mit der Inkaufnahme, die Umverteilung von
unten nach oben weitergehen und wichtige Fragen weitere zwei Jahre
unbeantwortet zu lassen, würde die SPD noch weiter in den Keller
fahren.” Er und seine Ko-Kandidatin Saskia Esken hätten deutlich
gemacht, “dass wir CDU und CSU nicht als die Partner sehen, mit denen
wir die Inhalte in sozial gerechte Politik übersetzen können. Wir
sagen beide auch, dass der Klimawandel, die heraufziehenden dunklen
Wolken am Konjunkturhimmel und die zunehmende gesellschaftliche
Spaltung uns nicht noch zwei Jahre Weiter-so erlauben.”

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