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Kooperationsabkommen mit Handelskammer Córdoba


 

Handwerkskammerpräsident Heinrich Traublinger, MdL a. D. und Hauptgeschäftsführer Dr. Lothar Semper haben im spanischen Córdoba ein Kooperationsabkommen mit der dortigen Handelskammer unterzeichnet. Ziel des Abkommens ist es, Fachkräften aus der Provinz Córdoba den Zugang zu einer Beschäftigung in einem oberbayerischen Handwerksunternehmen zu erleichtern. „Immer mehr Betriebe können ihr Auftragspotenzial nicht ausschöpfen, weil ihnen die notwendigen Fachkräfte fehlen. Mit unserer Vereinbarung versuchen wir, zumindest etwas Abhilfe zu schaffen. Zudem stellt ein Kollege aus Spanien auch eine interkulturelle Bereicherung dar, die dem Betrieb neue Impulse verleiht“, betonte der Kammerpräsident. Während die Handelskammer vor Ort z.B. eine Vorauswahl unter den Bewerbern trifft und sich um einen vorbereitenden Sprachkurs kümmert, sammelt die Handwerkskammer freie Arbeitsstellen bei ihren oberbayerischen Mitgliedsbetrieben. Weiter werden Firmen und Fachkräfte beim Bewerbungsprozess sowie bei der Unterzeichnung des Arbeitsvertrags unterstützt. Zudem beteiligt sich die Handwerkskammer an den Anreisekosten der Teilnehmer, organisiert und finanziert nach der Ankunft in Oberbayern einen weiterführenden, berufsbegleitenden Sprachkurs und bezahlt jedem Teilnehmer einen Mietzuschuss für die ersten fünf Monate. Außerdem hilft die Handwerkskammer den Spanierinnen und Spaniern u.a. bei Behördengängen, der Wohnungssuche sowie anderen organisatorischen Belangen. „Man kann mit Fug und Recht von einem –Rundumsorglos-Paket– sprechen, das wir für die Fachkräfte schnüren“, sagte Semper. Die ersten Handwerker, die im Rahmen der Kooperation aus der Region Córdoba kommen, werden in den nächsten Wochen in einem oberbayerischen Handwerksbetrieb anfangen.
Das Abkommen ist Teil des „Spanien-Projekts“, mit dem die Handwerkskammer spanische Fachkräfte an oberbayerische Handwerksbetriebe vermittelt. „Unser Projekt läuft seit gut einem Jahr. Bisher konnten wir 27 Spanierinnen und Spanier in elf unterschiedliche Gewerke vermitteln, bei acht weiteren Fachkräften steht der Abschluss des Arbeitsvertrags kurz bevor. Die meisten sind bisher im Elektrohandwerk gelandet, aber wir haben u.a. auch schon Zimmerer, Spengler, Friseure, Bäcker und Kfz-Mechatroniker vermittelt. Viele davon haben ihre Familien mit nach Deutschland gebracht und können sich vorstellen, länger zu bleiben. Nur fünf Arbeitsverhältnisse wurden bislang vorzeitig beendet, meist aus persönlichen Gründen“, erklärte der Kammerpräsident.

Weitere Informationen unter:
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