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Lausitzer Rundschau: Feige und zynisch Lage in der Ostukraine spitzt sich zu

Der Kreml lässt nicht locker. Wenige Tage vor der
geplanten Ukraine-Konferenz in Genf schickt Moskau immer mehr
paramilitärische Kämpfer in den Osten des krisengeschüttelten Landes.
Dabei ist die Dreistigkeit kaum noch zu überbieten, mit der
Außenminister Sergei Lawrow behauptet, die russische Regierung habe
mit den separatistischen Gewaltaktionen in der Ostukraine nichts zu
tun. Die Ausrüstung und das koordinierte Vorgehen der Angreifer
sprechen eine eindeutige Sprache: Der Kreml steht hinter den
Kommandoaktionen. Zugleich warnt Lawrow, der nichts anderes als das
Sprachrohr von Wladimir Putin ist, die Interimsregierung in Kiew vor
dem Einsatz von Gewalt gegen die Separatisten. Es ist wie bei einem
Schläger, der einem nahezu wehrlosen Gegner Fausthiebe versetzt und
ihm nebenbei zuruft, er möge mit der Prügelei aufhören. Das ist
feige, hinterhältig und zynisch. Politisch bedeutsamer ist, dass
Moskau mit seinem Gewaltexport den Boden für eine mögliche
Intervention seiner Soldaten bereitet, die an der Grenze warten.
Doch selbst wenn die russische Führung am Ende verzichten sollte,
Truppen statt camouflierter Kämpfer in die Ukraine zu schicken,
bleibt es ein Akt der Aggression. Der Westen, der sich zu
militärischer Zurückhaltung bekannt hat, wird das im Zweifel
hinnehmen (müssen). Eines ist aber klar: Mit jeder neuen
Gewaltaktion, die der Kreml orchestriert, verspielt das Putin-Regime
weltweit Kredit.

Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
politik@lr-online.de

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