Lindner beklagt “ökoautoritäres” Vorgehen von Klimaschutzaktivisten – Neubauer hätte Kaeser-Angebot annehmen sollen

FDP-Chef Christian Lindner sieht in der Klimaschutzbewegung
Gefahren für die Demokratie. “Manche Klimaaktivisten träumen ja davon, dass
zufällig zusammengesetzte Ökoräte Wahlen und Abstimmungen des Volkes ersetzen.
Das ist nicht progressiv, das ist ökoautoritär”, sagte Lindner der Düsseldorfer
“Rheinischen Post” (Donnerstag). “Bei allem Verständnis für das Anliegen des
Protests, dem müssen wir entschieden widersprechen.” Er fügte hinzu: “Das muss
mit und nicht gegen Rechtsstaat und Demokratie erreicht werden. Und übrigens
auch nicht gegen Wohlstand, sonst gehen uns irgendwann die Leute von der Fahne.”
Klimaschutz sei eine Menschheitsaufgabe. Er sei aber nicht die einzige Aufgabe
und für ihn könne auch nicht die freiheitliche Gesellschaftsordnung geopfert
werden. Es sei bedauerlich, dass die Sprecherin von Fridays for Future, Luisa
Neubauer, das Angebot von Siemens-Chef Joe Kaeser für ein Mandat im Aufsichtsrat
von Siemens Energy abgelehnt hat. “Ich hätte es interessant gefunden, wenn sich
diese Bewegung auch auf unternehmerischer Ebene mit dem Klimaschutz
auseinandersetzen würde.” Die Debatte sei aber überreizt und habe sich von der
Wahrnehmung Millionen von Menschen abgekoppelt.

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