Frankfurt (Oder) (MOZ) Die Frankfurter
Europa-Universität ist laut ihrem Präsidenten Gunter Pleuger „bereit
und fähig, eine Verlegung der Potsdamer Juristischen Fakultät nach
Frankfurt mitzutragen und umzusetzen“. Das sagte der frühere deutsche
Spitzendiplomat der „Märkischen Oderzeitung“ (Mittwochausgabe) und
nahm damit zu einem von einer Hochschulstrukturkommission des Landes
bereits vor drei Monaten gemachten Reformvorschlag Stellung.
Grundlage für die Zusammenlegung mit der Juristenausbildung an der
Viadrina müsse jedoch eine Entscheidung der Landesregierung sein.
„Das derzeitige Verfahren dient aber dazu, die Universitäten
gegeneinander auszuspielen und abzuwarten, welche Lösung den
geringsten politischen Widerstand bietet“, sagte Pleuger weiter.
Hintergrund ist, dass sich der Präsident der Universität Potsdam,
Oliver Günther, und die Leitung der dortigen Fakultät vehement für
deren Verbleib in der Landeshauptstadt aussprechen und dafür von
Landespolitikern Unterstützung erhalten. „Es scheint mir sowohl
üblich als auch völlig verständlich, dass jeder Hochschulstandort die
Öffentlichkeit nutzt, um das für ihn beste Ergebnis zu erzielen“,
sagte Pleuger dazu und weiter: „Nur die staatliche Seite kann diese
Entscheidung treffen und sollte nicht abwarten, wer als Sieger beim
Sammeln von Unterschriften der Bürger und Unterstützungserklärungen
durch die Landtagsabgeordneten hervorgeht. Meine Sorge: Am Ende
werden dabei alle verlieren, wenn nicht die besten Vorschläge
umgesetzt werden und die Hochschullandschaft zudem einen völlig
zerstrittenen Eindruck hinterlässt.“
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