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ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer: Deutsche Arbeitgeber melden höchste Einstellungsbereitschaft seit sieben Jahren

– Berlin mit positivstem Beschäftigungsausblick seit
Aufzeichnungsbeginn
– 17 Prozent der Baufirmen planen im vierten Quartal 2018
Einstellungen
– Jedes zweite Großunternehmen will neue Mitarbeiter einstellen

Arbeitgeber in Deutschland sind hoffnungsvoll gestimmt. Laut
neustem ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer resultiert diese
Hochstimmung sehr wahrscheinlich in einem günstigen
Einstellungsumfeld für deutsche Jobsuchende. Etwa jeder siebte
Arbeitgeber will in den nächsten drei Monaten neue Mitarbeiter
einstellen. Der saisonbereinigte Netto-Beschäftigungsausblick ist im
vierten Quartal 2018 relativ stabil bei +10 Prozent. Das ist der
höchste Wert seit sieben Jahren, nur 2011 schaffte er einen ähnlich
positiven Ausblick.

Im Vergleich zum Vorquartal stieg die Einstellungsbereitschaft um
1 Prozentpunkt, zum vierten Quartal im Vorjahr ergibt sich ein
Anstieg um vier Prozentpunkte. „Die Stimmung am Arbeitsmarkt ist
hervorragend, voreilige Meldungen über eine Abschwächung der
Konjunktur haben sich nicht bestätigt. Daher wird auch zum Ende des
Jahres in deutschen Unternehmen wieder verstärkt eingestellt“, sagt
Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup
Deutschland. „Gestiegene Löhne und eine hohe Arbeitsplatzsicherheit
treiben vor allem den privaten Konsum und somit Einzelhandel und
Logistik. Doch auch die öffentliche Hand investiert und der Bauboom
hält an.“ Gebaut wird verstärkt in der Hauptstadt, deren Unternehmen
den optimistischsten Beschäftigungsausblick seit 15 Jahren vorweisen
können. Doch nicht nur im Bausektor – generell sind die in Berlin
befragten Arbeitgeber positiv gestimmt und wollen neue Mitarbeiter
einstellen. Dies sind Ergebnisse des ManpowerGroup
Arbeitsmarktbarometers für das vierte Quartal 2018, für das 1.000
Arbeitgeber in Deutschland befragt wurden.

+++ Die Studienergebnisse kompakt als Infografik finden Sie über
diesen Link: http://ots.de/FHE5g4 +++

Die deutschen Arbeitgeber sind laut dem neuesten ManpowerGroup
Arbeitsmarktbarometer zuversichtlich. Von den Befragten in
Deutschland wollen 14 Prozent wachsen und 82 Prozent ihre Belegschaft
stabil halten. Nord, Ost, Süd und West – der
Nettobeschäftigungsausblick ist in allen Regionen positiv. Vor allem
Berlin ist jedoch mit einem Nettobeschäftigungsausblick von starken
+26 Prozent die Triebfeder unter den deutschen Städten und Regionen.
Der Wert bedeutet ein Plus von 10 Prozentpunkten im Vergleich zum
ohnehin schon starken Vorquartal und ein Plus von ganzen 20
Prozentpunkten im Vergleich zum vierten Quartal 2017. Für die
Hauptstadt ist es der höchste Wert seit Beginn der quartalsweisen
Messung im Jahr 2003.

Fast drei von zehn Arbeitgebern (29 Prozent) in der Hauptstadt
will noch in diesem Jahr Mitarbeiter einstellen, 69 Prozent planen
die Belegschaft stabil zu halten. Nur 1 Prozent der Berliner
Unternehmen denkt über eine Reduzierung nach. „Berlin erreicht die
mit Abstand höchste Einstellungsbereitschaft aller Regionen“, sagt
Brune, „Die Stadt profitiert vom Zuzug weiterer Firmen und Bürger,
die über mehr Geld zum Konsum verfügen. Auch die öffentliche Hand
gibt Geld aus, denn die Staatskassen sind gut gefüllt. Die
Wirtschaftssenatorin Ramona Pop rechnet mit einem
überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstum von drei Prozent und einem
Plus an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung von nahezu vier
Prozent im Vergleich zu bundesweit 2,3 Prozent.

Ruhrgebiet im Aufschwung – andere Regionen bleiben stabil

Nach Berlin klafft eine große Lücke zu den anderen Städten:
Frankfurt am Main und München liegen gleichauf bei einem
saisonbereinigten Beschäftigungsausblick von +10 Prozent. Für
Frankfurt bedeutet das einen leichten Rückgang um 1 Prozentpunkt, für
München ein Plus von 2 Prozentpunkten. In beiden Städten will etwa
jeder sechste Arbeitgeber einstellen, die große Mehrheit will die
Belegschaft stabil halten. In München sind allerdings 4 Prozent noch
unsicher über ihre Einstellungspläne und warten vermutlich
wirtschaftliche Entwicklungen und Handelsstreitigkeiten ab.
Arbeitgeber in anderen Regionen verhalten sich auch eher abwartend:
Der Osten bleibt stabil bei +6 Prozent, der Norden bei +7 Prozent und
der Süden ebenfalls unverändert bei +9 Prozent.

Während somit andere Regionen und Großstädte außer Berlin kaum
Veränderungen zeigen, zeigt die Region Ruhr eine positive
Entwicklung: Der saisonbereinigte Beschäftigungsausblick der
Arbeitgeber im Ruhrgebiet wächst um 4 Prozentpunkte auf einen Wert
von +12 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein steiler Anstieg
um 20 Prozentpunkte. Insgesamt verzeichnen die Firmen den stärksten
Wert seit Mitte 2011. 17 Prozent der Betriebe zwischen Dortmund und
Duisburg wollen noch bis Jahresende einstellen. „Die regionale
Wirtschaft ist im Aufschwung. Metall- und Elektroindustrie gelten als
Hauptbranchen der Region und entwickeln sich derzeit positiv“, so
ManpowerGroup-Vorstand Brune, „Das Ruhrgebiet profitiert aber auch
von privatem und öffentlichem Bauboom. Unternehmen in Bochum,
Dortmund oder Castrop-Rauxel stoßen an Auslastungsgrenzen und suchen
Fachkräfte.“ Gebaut wird aber nicht nur im Ruhrgebiet, auch die
Hochstimmung bei Berliner Unternehmen kommt zum Teil durch massive
Bauprojekte. Allein 36 neue Hotels entstehen dieses Jahr, so eine
Statistik des Berliner Landesverbands des Deutschen Hotel- und
Gaststättenverbands, dazu kommen große Gewerbebauten und Wohnungsbau.

Baubranche stellt ein – Hochstimmung bei Finanzen, Logistik und
Versorger

Nicht nur regional, in ganz Deutschland sticht die Bauwirtschaft
hervor: Der Beschäftigungsausblick ist hier am positivsten von allen
Branchen und liegt bei respektablen +14 Prozent. Im Vergleich zum
vierten Quartal des Vorjahres bedeutet dies einen Anstieg um 8
Prozentpunkte. Die Aufträge der Betriebe mit mindestens 20
Mitarbeitern erreichten im Mai für die zurückliegenden 12 Monate den
höchsten jemals gemessenen Wert der amtlichen Statistik mit sieben
Milliarden Euro Umsatzvolumen. Allerdings wurde der Hochpunkt des
Nachfragebooms bereits erreicht, denn im Vergleich zum sehr starken
dritten Quartal entspricht dies einem Rückgang um 5 Prozentpunkte.
Weiterhin suchen Unternehmen der Sparte jedoch nach Fachkräften: 17
Prozent wollen einstellen, auch hier der stärkste Wert aller
Branchen.

Doch die hohe Einstellungsbereitschaft betrifft lange nicht nur
die Baubranche. In 8 von 9 untersuchten Branchen ist der
saisonbereinigte Nettobeschäftigungsausblick positiv. Nur im Bereich
Landwirtschaft und Forstwirtschaft liegt er bei -1 Prozent. „Der
Extrem-Sommer mit seinen Ernteausfällen sorgt für Schäden in
Milliardenhöhe“, so Brune, „Handelsstreitigkeiten und Zölle sorgen
jedoch auch für einen Rückgang von Exporten. Die Konsumlaune der
Verbraucher im Einzelhandel führt dazu, dass die Groß- und
Einzelhandelsbranche insgesamt noch gut dasteht.“ Die Groß- und
Einzelhandelsbranche liegt derzeit bei einem Beschäftigungsausblick
von +5 Prozent, das ist ein Rückgang um 3 Prozentpunkte im Vergleich
zum Vorquartal. Die Konsumfreude im Einzelhandel macht sich auch in
der Logistikbranche (Transport, Lagerung, Kommunikation) bemerkbar.
Vor allem Internetbestellungen sorgen für einen Anstieg um 8
Prozentpunkte in Relation zum Vorquartal auf jetzt +10 Prozent. Im
Vergleich zum Vorjahr beträgt der Zugewinn sogar 12 Prozentpunkte.
Die Kommunikationsfirmen schneiden dabei weniger gut ab als die
Logistiker.

Den zweithöchsten Wert von +13 Prozent hat die Finanzbranche (und
Business Services), er liegt um 6 Prozentpunkte höher als im
Vorquartal Q3 2018 und gleichauf mit dem Vorjahresquartal Q4 2017.
Die Branche geht es beständig gut. Derzeit wollen 16 Prozent der
Firmen einstellen. Ebenso viele Firmen aus dem Bereich öffentliche
Wirtschaft und Soziales suchen neue Mitarbeiter. Der Branche geht es
mit +11 Prozent ebenfalls gut, sie gewinnt 2 Prozentpunkte zum
Vorquartal und 5 Prozentpunkte zum Vorjahr. Die Versorger im Bereich
Strom, Gas und Wasser liegen bei +10 Prozent, das ist ein Anstieg um
6 Prozentpunkte zum Vorquartal und 10 Prozentpunkte zum Vorjahr.

Konzerne stellen weiterhin stark ein

Die Entwicklung aus dem dritten Quartal 2018 wird sich auch zum
Jahresende fortsetzen: Große Firmen in Deutschland wollen einstellen.
Hier liegt der saisonbereinigte Netto-Beschäftigungsausblick bei
kräftigen +40 Prozent, ein Anstieg um jeweils 6 Prozentpunkte zum
Vorquartal und zum Vorjahr. Es ist der höchste Wert seit Beginn der
Messung im Barometer im Jahr 2008. Fast jedes zweite große
Unternehmen (48 Prozent) möchte zwischen Oktober und Dezember
einstellen. Bei mittelgroßen Firmen liegt der Ausblick bei +26
Prozent, ein leichter Anstieg um 1 Prozentpunkt zum Vorquartal. Jedes
dritte Mittelstands-Unternehmen will einstellen (33 Prozent). Kleine
Firmen sind jedoch verhaltener, ihr Ausblick liegt bei +11 Prozent,
ein Minus von 1 Prozentpunkt zum Vorquartal. Mikrofirmen liegen
beständig bei moderaten +4 Prozent.

Aufschwung im Nordamerikanischen Arbeitsmarkt – Japan mit den
besten Aussichten im asiatischen Markt

Weltweit bleibt die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen trotz
Handelsstreitigkeiten widerstandsfähig. Die Befragung von fast 60.000
Arbeitgebern in 44 Ländern und Territorien ergab nahezu unveränderte
Beschäftigungstendenzen für die Monate Oktober bis Dezember. In 22
von 44 Ländern ist die Bereitschaft, neue Arbeitskräfte einzustellen,
im Vergleich zum Vorquartal gestiegen. In 14 Staaten hat sich die
Nachfrage abgeschwächt, in 8 Ländern blieb sie unverändert. Besonders
positiv sind die Erwartungen der Unternehmen für das vierte Quartal
in den USA, Kanada und Mexico. Dagegen erwarten die Arbeitgeber in
Argentinien und Panama das schwächste Stellenwachstum. Auch in den
asiatisch-pazifischen Ländern und Gebieten rechnen Firmen mit einer
wachsenden Personaldecke im vierten Quartal. Die japanischen
Arbeitgeber erwarten die weltweit stärkste Einstellungsrate in der
Zeit von Oktober bis Dezember. Auch in China ist der Ausblick
positiv, doch hier berichten die Arbeitgeber von den schwächsten
Einstellungsplänen in der Region.

In Europa, dem nahen Osten und Mittelamerika (EMEA) herrscht
besonders gute Stimmung mit Blick auf die letzten Monate des Jahres
2018. In 25 von 26 Ländern aus der Region EMEA zeigen die Arbeitgeber
einen positiven Beschäftigungsausblick für das vierte Quartal. Nur
die Schweizer Arbeitgeber erwarten Rückgänge bei der Belegschaft und
melden einen Ausblick von -2 Prozent. Im Vergleich zum Vorquartal
sind das 6 Prozentpunkte weniger, im Vergleich zum Vorjahr 2
Prozentpunkte weniger. Doch die Arbeitgeber der Eidgenossen sind
weiterhin zuversichtlich, getrübt werden die Erwartungen von
internationalen Risiken wie den Handelskonflikten. Österreich liegt
bei einem Beschäftigungsausblick von +5 Prozent, ein Verlust von 2
Prozentpunkten zum Vorquartal und 4 zum Vorjahr. Frankreich verliert
3 Prozentpunkte zum Vorquartal und 2 zum Vorjahr auf +2 Prozent.
Slowenien erreicht mit +19 Prozent den höchsten
Beschäftigungsausblick im Gebiet EMEA und mit 8 Prozentpunkten auch
die stärkste Zunahme im Vergleicht zum dritten Quartal. Ebenfalls
beste Werte haben erreichen Rumänien (+19) und Ungarn (+18).

Detaillierte Ergebnisse des ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometers
für alle teilnehmenden Länder inklusive einer Infografik sind
abrufbar unter diesem Link: http://ots.de/mvcEUq

Hintergrundinformation

Die ManpowerGroup veröffentlicht jedes Quartal das ManpowerGroup
Arbeitsmarktbarometer. Dafür werden über 60.000 Arbeitgeber in 44
Ländern zu ihren Einstellungs- und Entlassungsplänen im jeweils
kommenden Quartal befragt. Die Ursprungswerte werden mithilfe einer
Methode zur Saisonbereinigung von jahreszeitlichen Schwankungen
befreit. Die Untersuchung mit dem internationalen Titel
„ManpowerGroup Employment Outlook Survey“ ist die am längsten
laufende weltweite Untersuchung zur Einschätzung der zukünftigen
Arbeitsmarktentwicklung. Die Ergebnisse finden weltweit Beachtung bei
Ökonomen, Arbeitsmarktexperten und Finanzanalysten. Die Studie dient
unter anderem der Europäischen Kommission regelmäßig als Quelle für
ihren monatlichen Beobachtungsbericht (monthly monitoring report)
über die europäische Arbeitsmarktlage und die soziale Situation in
der EU.

Mehr Informationen zum ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer finden
Sie unter http://ots.de/EFygrb.

Über die ManpowerGroup

Die ManpowerGroup ist weltweit führend in der Bereitstellung
innovativer Lösungen und Dienstleistungen, mit denen Unternehmen in
der sich verändernden Welt der Arbeit erfolgreich sein können. Mit
mehr als 29.000 Mitarbeitern zählt die ManpowerGroup zu den drei
größten Personaldienstleistern in Deutschland. Unter dem Dach der
Unternehmensgruppe agieren an bundesweit 360 Standorten die
Gesellschaften Manpower, Stegmann, Experis, ManpowerGroup Solutions,
Proservia, Right Management sowie spezialisierte Einzelmarken. Mehr
Informationen erhalten Sie unter http://www.manpowergroup.de.

Pressekontakt:
Faktenkontor GmbH
Clemens Hoh / Christine Probost
Wiesenhüttenplatz 26
60329 Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 2474980-20
E-Mail: manpower@faktenkontor.de

Original-Content von: ManpowerGroup Deutschland GmbH, übermittelt durch news aktuell

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