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Marktkommentar Renten

Glaubt man den Einkaufsmanager des verarbeitenden Gewerbes (44.7 nach 45.2) und aus dem Dienstleistungssektor (50.3 nach 51.8), kann sich Deutschland dem wirtschaftlichen Abschwung in Europa nicht länger entziehen. In der Eurozone lagen die Umfragewerte dank der überraschenden Verbesserung in Frankreich dennoch auf Vormonatsniveau.
An den Aktienbörsen sorgten die schwachen Stimmungsindikatoren sowie ausgebliebene Maßnahmen der US- Notenbank für trübe Stimmung. Im Gegenzug konnten sich die Kurse deutscher Staatsanleihen ungeachtet der problemlosen Versteigerungen spanischer und französischer Staatspapiere deutlich befestigen. Die Iberer nahmen über Fälligkeiten 2014 bis 2017 etwas mehr als die anvisierten 2 Mrd. Euro auf, mussten aber mit einer Rendite von 4.7 % für 2-jährige Titel deutlich höhere Sätze als noch im März (2.07 %) akzeptieren. Frankreich besorgte sich mit bis zu 5-jährigen Papieren knapp die angestrebten 8.5 Mrd. Euro. Die Renditen lagen etwas unterhalb der Sätze bei der letzten Auktion.
Die Renditespreads zwischen Bonds der EU- Peripherie und deutschen Staatstiteln weiteten sich mit Ausnahme spanischer (6.53 %/-5 BP) und griechischer Titel (25.79 %/-19 BP) wieder aus.
Der Prüfungsbericht spanischer Banken ergab einen Kapitalbedarf von bis zu 62 Mrd. Euro, der Puffer zu den von der Regierung beantragten 100 Mrd. Euro aus dem Hilfsfonds dürfte in gegenwärtigen Situation jedoch schnell aufgebraucht sein.
Die Risikoprämien 10-jähriger italienischer (5.72 %) und portugiesischer Anleihen (9.65 %) stiegen um 6 bzw.1 BP. Staatspapiere aus Frankreich (2.62 %) und Belgien (3.16 %) legten 4 bis 6 BP gegenüber vergleichbaren deutschen Anleihen zu.
Schwache Konjunkturdaten sorgten auch für schlechte Stimmung an der Wall Street. Während die Frühindikatoren (+0.3 %) noch besser ausfielen, sackte der Philadelphia- Fed- Index von -5.8 auf -16.6 Punkte ab. Die Kurse amerikanischer Staatsbonds konnten sich etwas erholen, hinkten jedoch der Entwicklung ihrer deutschen Pendants hinterher.
Bund- (141.42) und Bobl- Kontrakt (125.95) schlossen 117 bzw. 51 Stellen fester, der Schatz (110.54) ging 15 1/2 Ticks höher aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe fiel auf 1.53 %, der Renditeabstand zwischen 2- und 10-jährigen Bundesanleihen ermäßigte sich auf 143 BP. 10-jährige USTreasuries rentieren einen BP niedriger bei 1.62 %, der JGB- Future (143.80) legt 15 Ticks zu. Der Euro verbilligt sich auf 1.255 Dollar, der Preis für das Barrel Öl fällt auf 79 Dollar.
Die Ergebnisse der ZEW- Umfrage und bei den Einkaufsmanagern lassen für das Ifo- Geschäftsklima (105.6 nach 106.9) nichts Gutes erwarten. Sowohl die aktuelle Geschäftslage (112 nach 113.3), als auch die Geschäftserwartungen (99.8 nach 100.9) dürften sich im Juni gegenüber dem Vormonat deutlich eingetrübt haben. Das belgische Unternehmensvertrauen (-12 nach -11.2) und Italiens Konsumentenvertrauen (86 nach 86.5) runden den Datenkranz ab. Alle Augen richten sich bereits auf den EU- Gipfel in der kommenden Woche, die Hoffnung auf vernünftige Lösungsansätze der Schuldenkrise ist jedoch gering.
Am Primärmarkt sind heute keine Transaktionen staatlicher europäischer Emittenten geplant. Die kommende Woche eröffnet Belgien mit der Versteigerung von OLOs im Volumen von 2-3 Mrd. Euro. Die Niederlande sind tags darauf mit der Aufstockung von DSL im Volumen von 2-3 Mrd. Euro an der Reihe. Besonderes Augenmerk liegt auf den Auktionen von 1-2 Mrd. Euro BTPei und 4-6 Mrd. Euro BTPs in Italien. Das amerikanische Schatzamt platziert 2-, 5- und 7 jährige Notes im Gesamtvolumen von 99 Mrd. USD.
Technik:
Der Bund- Future machte die Verluste des Vortages komplett wieder wett und schloss (141.52) 117 Stellen über Vortagsniveau. Die Ausgangslage bleibt schwierig, die wichtige Unterstützung bei 139.97 (50 %- Retracement von 133.97 bis 145.97) sowie der untere Rand des Abwärtstrends haben jedoch dem ersten Angriff standgehalten. Das kurzfristig überverkaufte Niveau ist abgebaut, Entwarnung gibt es aber erst über dem Abwärtstrend bei 142.19. Widerstände liegen bei 141.57 (Hoch v. 21.06.), 141.69 (Tief v. 15.06.), 141.89 (61.8 %- Fibonacci von 142.95 bis 140.17), 142.19 (Trend) und 142.39 (38.2 %- Fibonacci von 145.97 bis 140.17).
Unterstützung sehen wir bei 141.14 (Tief v. 18.06.), 141.04, 140.87, 140.70 (Fibonacci von 140.17 bis 141.57), 140.50 (Hoch v. 02.05.), 140.35 (Tief v. 21.06.), 140.17 (Tief v. 20.06.), 139.97 (50 %- Retracement von 133.97 bis 146.89) und 139.45 (Trendlinie).
Unterstützungen: 141.14 / 140.70 / 140.35
Widerstand: 141.57 / 141.89 / 142.19
Disclaimer
Die Publikationen sind mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthalten jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in diesen Publikationen getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.

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