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Martin Luthers Brief aus Zeitz an seine Frau als Faksimile an Wittenbergs Oberbürgermeister Naumann übergeben

Zu den herausragenden Ausstellungsstücken in der seit dem 6. Juli in der Zeitzer Moritzburg laufenden Sonderausstellung „Im Zentrum der Macht“ gehört Martin Luthers Brief an seine Frau Katharina, den der Reformator am 28. Juli 1545 in Zeitz verfasst. Die Ausgabe der Faksimilemappe wurde von Oberbürgermeister Dr. Volkmar Kunze initiiert und von Prof. Johannes Schilling und Frank-Joachim Stewing wissenschaftlich begleitet.
Der Brief aus Zeitz gehört zu den zentralen Selbstzeugnissen der späten Lebensjahre des Reformators. Aufgewühlt von den sich zuspitzenden Ereignissen der letzten Zeit hatte Luther, der Wittenberg am 25. Juli überraschend verließ, seine Frau mit eindringlichen Worten aufgefordert, die Stadt ebenfalls umgehend mit der gesamten Familien und mit Hab und Gut zu verlassen und zu ihm zu kommen. Das Original des Briefes ist seit dem 16. Jahrhundert verloren. Bei dem im Thüringischen Hauptstaatsarchiv Weimar aufbewahrten Stück, das lange Zeit als Original galt, handelt es sich um eine die Hand Luthers nachempfindende Abschrift. Sie stammt von Luthers Mitstreiter Kaspar Cruciger. Mit ihm zusammen war Luther nach Zeitz aufgebrochen, um hier mit Nikolaus von Amsdorf, dem in Zeitz residierenden Naumburger Bischof, zusammenzutreffen und Streitigkeiten zwischen Geistlichen zu schlichten.
Der Verein „Auf Messers Schneide Zeitz 2014 e.V. bereitet im Rahmen der Lutherdekade für das Jahr 2014 ein großes Ausstellungsvorhaben in der Stadt Zeitz vor. Im Zentrum stehen die für die Reformation entscheidenden vierziger und fünfziger Jahre des 16. Jahrhunderts. Von zentraler Bedeutung sind in diesem Zusammenhang Zeugnisse aus seinen letzten Lebensjahren. 2010 konnte bereits die Rudolstädter Medianbibel in Zeitz gezeigt werden, dieses Jahr ist es Luthers Zeitzer Brief von 1545. Wird Frank-Joachim Stewing, der Leiter der Zeitzer Stiftsbibliothek und Geschäftsführer des Vereins „Auf Messers Schneide e.V.“, zu Luthers Verhältnis zu Zeitz befragt, dann stellt dieser fest, dass Luther sich in Zeitz wohl fühlte, er hier mehrmals predigte und dass Luthers Nachkommen über Jahrhunderte hinweg in Zeitz lebten. Mit Blick auf den Brief sagt er weiter, dass es sicher nicht von der Hand zu weisen ist, dass die Verhältnisse in Zeitz, die Luther bei seiner Ankunft hier vorfand, Luther mit zu seinem Schreiben an Katharina veranlassten.
Es gilt als gesichert, dass die Abschrift Cruzigers zur gleichen Zeit die Wittenberger Universitätsprofessoren erreichte, wie das Original seine Frau Käthe. Am 1. August bereits diente dieser Brief als Anlage zu einem Schreiben der Universität an Kurfürst Johann Friedrich. Wenige Tage darauf ließ der Kurfürst „Ordnungsmaßnahmen“ einleiten.
Der Zeitzer Oberbürgermeister Dr. Volkmar Kunze (zugleich Vorsitzender des Vereins „Auf Messers Schneide e.V.“) übergibt Oberbürgermeister Eckhard Naumann eine Mappe am 23.09.2011 im Pressegespräch 12.00 Uhr.

Weitere Informationen unter:
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