Ministerin Klöckner zu Begleitung von Sterbenden in Corona-Krise: „Es hätte mir das Herz zerrissen“

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) fühlt wegen der Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise vor allem mit Angehörigen von Sterbenden mit. „Das ist eine harte Prüfung fürs Leben“, sagte die stellvertretende CDU-Vorsitzende der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Samstag) auf die Frage, wie christlich es sei, wegen der Ansteckungsgefahr Familienmitglieder nicht in Kliniken zum persönlichen Abschiednehmen kommen zu lassen. Christlich zu handeln, bedeute Nächstenliebe zu leben, dazu gehöre auch der Schutz der anderen, betonte Klöckner. In den vergangenen Wochen seien Familienmitglieder mit sterbenden Angehörigen per Video verbunden worden oder sie hätten durch eine Glaswand gewunken oder in voller Schutzmontur am Bett gestanden. „Mein eigener Vater verstarb vor zwei Jahren, im Mai. Die Vorstellung, nicht da sein, ihn nicht besuchen zu können, hätte mir und uns in der Familie das Herz zerrissen“, sagte Klöckner.

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