Mittelbayerische Zeitung: VorWärts Kommentar zur Rekordbilanz von VW

Wenn das mal keine Superlative sind: VW
verdient 16 Milliarden Euro, sein Konzernboss Winterkorn 17,4
Millionen Euro, und für die Mitarbeiter fallen je 7500 Euro
Erfolgsprämie an. Keine Frage: Europas größter Automobilkonzern fährt
mit einem Höllentempo auf der Überholspur. Und warum straft die Börse
die Aktie an diesem Tag ab? Weil der Unternehmenslenker eine Pause
beim Gewinnplus angekündigt hat. Wie bitte? Soll es noch mehr sein?
Gut, es gibt belastende Faktoren. Allen voran die juristischen
Risiken bei der Porsche-Übernahme; dazu die kranke Tochter Seat –
beworben mit auto-emoción. Die stellt sich aber nur bei Winterkorn in
Form eines hochroten Kopfes ein, wenn er an die Spanien-Dependance
denkt. Das Europa-Geschäft lässt bei keinem Autobauer wirklich
Zuversicht aufkeimen. Dennoch ist VW auch dank der properen Tochter
Audi und der enormen Einsparpotenziale, welche die modularen
Baukästen versprechen, blendend unterwegs. Die nächsten Superlative
werden folgen.

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