Mitteldeutsche Zeitung: Gleichberechtigung in der Sprache Feministin Krämer lehnt Gendersternchen ab

Die Autorin und Feministin Marlies Krämer lehnt das
Gendersternchen ab und beklagt, dass Frauen durch die Bevorzugung
männlicher Begrifflichkeiten in der deutschen Sprache nicht
vorkommen. “Wir Frauen haben das verfassungsmäßig legitime Recht, als
ganze Frau und nicht zerstückelt in Sprache und Schrift erkennbar zu
sein”, schreibt die 81-Jährige in einem Gastbeitrag für die
Mitteldeutsche Zeitung (Freitag-Ausgabe) zum Internationalen
Frauentag. Bundesweit bekannt wurde Marlies Krämer 2018. Damals
reichte sie vor dem Bundesgerichtshof Klage gegen die Saarbrücker
Sparkasse ein. Sie wollte nicht länger als Kunde und Kontoinhaber,
sondern als Kundin und Kontoinhaberin bezeichnet werden. Zwar verlor
sie, streitet in der Angelegenheit aber inzwischen vor dem
Bundesverfassungsgericht weiter.

“Wir Frauen kommen in unserer Muttersprache nicht vor – als gäbe
es uns gar nicht”, schreibt Marlies Krämer. Mit der sprachlichen
Ausgrenzung, so die Feministin, beginne “die patriarchale Ausbeutung
der Frauen”. Das zeige sich zum einen in der fehlenden Wertschätzung
für “kostenlos erbrachte Haus- und Familienarbeit”. Zum anderen
schlage sich das auch beim Verdienst nieder. “Frauen erhalten bei
gleicher Arbeitsleistung noch immer 25 Prozent weniger Lohn als
Männer.”

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

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