Mitteldeutsche Zeitung: Junge Liberale Juli-Chef Lasse Becker sieht in Eurobonds rote Linie für Koalition

Der Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen (Julis),
Lasse Becker, sieht die Position der FDP zu Eurobonds als
entscheidend für eine Fortsetzung der schwarz-gelben Kolaition in
Berlin an. Es gebe innerhalb der Koalition durchaus „rote Linien“,
die nicht überschritten werden dürften. „Eine solche Linie sind für
die Jungen Liberalen die Eurobonds“, sagte er der in Halle
erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Montag-Ausgabe).

Eurobonds würden „einen völlig falschen Anreiz setzen: Der Druck
auf Länder wie Griechenland oder Portugal, zu sparen, würde
verringert, weil diese Länder unabhängig von ihren eigenen
Anstrengungen ein günstigeres Zinsniveau bekämen, während es für
Länder wie Deutschland oder Frankreich nach oben ginge. Dagegen ist
eine europäische Schuldengrenze ein Schritt in die richtige Richtung.
Dem sollte eine Schuldenbremse in allen EU-Ländern folgen, die alle
Länder auf den Weg zu ausgeglichenen Haushalten bringt“, erklärte
Becker.

Mit Blick auf die Koalition kritisierte Becker das Kanzleramt. Es
gebe „teilweise schlecht abgestimmte Sprachregelungen, bei denen ich
mich manchmal frage, wie man da gut zusammenarbeiten soll. Ein
Kernproblem bleibt die Führungsschwäche des Kanzleramtes und die
fehlende Koordination durch den dort zuständigen Minister Ronald
Pofalla“, so Becker.

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