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Mitteldeutsche Zeitung: Politik/Medien Rundfunkrat kritisiert ARD-„Framing-Manual“ – Minister warnt ARD

Stefan Gebhardt, Mitglied im MDR-Rundfunkrat und
ARD-Programmbeirat, hat das „Framing Manual“ der ARD scharf
kritisiert. Die ARD tue in jüngster Zeit viel dafür, dass man sie
heftig kritisieren müsse, sagte der sachsen-anhaltische
Linken-Landtagsabgeordnete der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen
Zeitung (Mittwoch-Ausgabe). „Die sollen diesen Unsinn lassen und sich
darauf konzentrieren, ein ordentliches Programm zu machen und ihren
Auftrag zu erfüllen. Da haben sie genug zu tun“, sagte Gebhardt der
Zeitung.

Der für Medien zuständige sachsen-anhaltische Staatskanzleichef
und Kulturminister Rainer Robra (CDU) kritisierte die
„Manual“-Empfehlung, „Fakten in moralische Frames“ einzubetten und
warnte die ARD-Anstalten: „Das Bundesverfassungsgericht hat gerade
noch einmal hervorgehoben, dass Nachrichten und Meinungen streng und
deutlich erkennbar voneinander getrennt werden sollen“, sagte Robra
der Zeitung. Ein Kernproblem der Framing-Studie sei, „dass sie die
öffentlich-rechtlichen Anstalten ermuntert, Fakten so zu darzustellen
und einzubetten, dass unterschwellig redaktionell erwünschte Effekte
eintreten“, so Robra. Beherzigte die ARD den Rat, verlasse sie den
vom Gericht vorgegebenen Rahmen.

Das Bundesverfassungsgericht hatte in seinem Beitragsurteil
betont, dass die dem „beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen
Rundfunk obliegenden Aufgabe“ wachse, „durch authentische, sorgfältig
recherchierte Informationen, die Fakten und Meinungen
auseinanderhalten, die Wirklichkeit nicht verzerrt darzustellen“.

Die Internet-Plattform „netzpolitik.org“ hat das „Framing Manual“
veröffentlicht, ein Papier, das die ARD bei der Sprach- und
Kognitionswissenschaftlerin Elisabeth Wehling in Auftrag gegeben
hatte. Wehling hatte auf 89 Seiten zum Thema „Unser gemeinsamer,
freier Rundfunk ARD“ zum Beispiel empfohlen, die ARD solle immer in
Form von moralischen Argumenten kommunizieren, wenn sie möglichst
viele dazu bringen wolle, sich hinter die Idee des
öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu stellen.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

Original-Content von: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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