Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/Umwelt Naturschützer warnen vor Waldsterben in Sachsen-Anhalt

Der Naturschutzbund (Nabu) warnt vor einem
Waldstreben in Sachsen-Anhalt. “Sturm, Trockenheit und
Forstschädlinge haben Sachsen-Anhalt als waldarmes Land besonders
getroffen”, sagte die Nabu-Landesgeschäftsführerin Annette Leipelt
der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Dienstagausgabe).
Im Harz seien vor allem reine Fichtenwälder betroffen, auch die Buche
vertrage die Trockenheit schlecht. Es gebe aber auch größere
Kalamitäten im Raum Anhalt bei der Kiefer. “Das Land ist gefordert,
die Waldbesitzer stärker und zügiger zu unterstützen”, so Leipelt.
Bisherige Mittel würden nicht ausreichen, um die Ausbreitung etwa des
Borkenkäfers zu verhindern und den Waldumbau voranzutreiben. Damit
teilt erstmals auch ein Umweltverband die Kritik der Waldbesitzer an
der Förderpolitik des Agrarministeriums. Der Nabu ist mit 7 000
Mitgliedern einer der größten Umweltverbände im Land.

Agrar-Staatssekretär Ralf-Peter Weber verweist auf eine neue
Soforthilfe: “Die Waldbesitzer können seit Montag Anträge für das
sogenannte Waldschutzprogramm stellen.” Die Mittel könnten
beispielsweise dazu verwandt werden, den Wald zu beräumen, Holz zu
lagern und abzutransportieren. Dafür stehen laut Weber Bundes- und
Landesmittel von zunächst 2,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

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