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Münchner Konferenz fordert stärkere bilaterale Beziehungen zwischen Deutschland und Russland sowie eine engere wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit mit der EU

Europäische Politiker, Wirtschaftsvertreter und Wissenschaftler
trafen heute zur internationalen Konferenz „The relations between the
EU and Russia from a German perspective – expectations with regard to
the upcoming elections“ in München zusammen. Sie behandelten eine
Vielzahl von Fragen, die im Vorfeld der russischen Wahlen von
Bedeutung für die Beziehungen zwischen der EU und Russ-land sind.
Diskutiert wurden unter anderem die derzeitige geopolitische und
sozioökonomische Situ-ation in Europa, der Zustand des russischen
Wirtschafts- und Finanzsystems, die Krise der Eurozone und der
Einfluss der russischen Duma- und Präsidentschaftswahlen auf die
europäische Agenda.

Obwohl die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland im
letzten Jahrzehnt gestärkt wurden, stellte das international
hochkarätig besetzte Podium fest, dass beide Länder – und auch ganz
Europa – von engeren wirtschaftlichen und politischen Verbindungen
profitieren könnten. „Für die Zukunft ist es vor dem Hintergrund sich
ändernder geopolitischer Machtverhältnisse von höchster Priorität,
ein grösseres Mass an gegenseitigem Vertrauen aufzubauen,“ so
Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz.

Es wurde unter anderem festgehalten, dass im letzten Jahrzehnt,
als der derzeitige Ministerpräsident Wladimir Putin die russische
Präsidentschaft innehatte, die Grundlage für lange und nachhaltige
poli-tische und wirtschaftliche Beziehungen gelegt wurde. Jörg
Migende, Technischer Direktor der BayWa AG, freut sich über ein
Wachstum der russischen Wirtschaft nach den Zeiten der Krise – was
auch auf die Reaktion der russischen Regierung von Vladimir Putin
zurückzuführen ist. Auf eine mögliche Wiederwahl Putins am Rande der
Konferenz angesprochen, stellte Sinner fest, dass eine Rückkehr
Putins, eines der mächtigsten Staatsmänner ins Präsidentenamt, ein
bemerkenswertes Szenario wäre.

Der Generalkonsul der Russischen Föderation Andrey Jurevich
Grozov erwartet, dass Russland auch nach den Wahlen – gerade im Falle
eines Wahlsiegs Putins – für die EU ein sicherer und konstanter
Partner bleiben werde.

Wie einige andere war auch John Lloyd, Direktor des Reuters
Institute an der Universität Oxford, der Meinung, dass die
Popularität Wladimir Putins in Russland ungebrochen hoch und seine
Wiederwahl 2012 daher sehr wahrscheinlich sei. Der Direktor der
Akademie für Politische Bildung Tutzing, Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich
Oberreuter, hingegen sieht die Wahlen nicht im Zeichen einer
Kontinuität: „Die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen werden
vielmehr Katalysatoren für wesentliche langfristige Veränderungen des
politischen Systems sein.“

Das Potential für solch eine Modernisierung auch in
wirtschaftlicher Hinsicht unterstrich der ehema-lige bayerische
Europaminister Eberhard Sinner: „Russland und die EU können und
sollen in Zukunft eine Vorbildfunktion im Bereich ?Green Economy–
einnehmen.“

Die Konferenz „The relations between the EU and Russia from a
German perspective – expectations with regard to the upcoming
elections“ wurde organisiert vom Brüsseler Think Tank „EU-Russia
Cent-re“ und dem Moskauer „Institute of International Integration
Studies“ und fand im Hotel Bayerischer Hof in München statt.

An den Podiumsdiskussionen nahmen unter anderen teil: Wolfgang
Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz und
ehemaliger Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in den USA und
dem Vereinigten Königreich; Eberhard Sinner, Mitglied des Bayerischen
Landtags und ehe-maliger Bayerischer Staatsminister für Europa und
regionale Beziehungen; Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Oberreuter,
Direktor der Akademie für Politische Bildung Tutzing; Dr. Alexander
Babakow, Stellver-tretender Vorsitzender der russischen Staatsduma;
Dr. Sergej Serebrennikow, Direktor des Institute of International
Integration Studies; Dr. Peter Duncan, Dozent für russische Politik
und Gesellschaft am University College London; John Lloyd, Redakteur
bei der Financial Times, und Helen Teplitskaja, Gründerin und
Präsidentin der American-Russian Chamber of Commerce & Industry.

Pressekontakt:
Luke Havill, +44(0)7979-756-741

Weitere Informationen unter:
http://


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