
US-Präsident Donald Trump macht es einem wirklich schwer, selbst die wenigen vielleicht unterstützenswerten Ansätze seiner Politik zu – nun ja – zu unterstützen. Anfang des Jahres kidnappte er Venezuelas Präsident Nicolás Maduro. Dieser hatte wahrlich viele Kritiker, dennoch rechtfertigt das keinen Überfall auf ein souveränes Land. Schon gar nicht, wenn Trump noch am selben Tag zugibt, dass es ihm eigentlich nur um Venezuelas Öl ging.
Nun will er angeblich die Proteste der Iraner gegen ihre Führung unterstützen, welche weltweit ebenfalls kaum Anhänger findet und erneut mit tödlicher Härte gegen die Demonstranten vorgeht. Klingt erst einmal nicht falsch. Und doch fragt man sich sofort, worum es Trump wirklich geht, wenn er mit einem Eingreifen droht. Schließlich beweist er gerade daheim in Minneapolis, dass er kein großer Verteidiger von Meinungs- und Versammlungsfreiheit ist. Menschen, die sich dort seiner Einwanderungsbehörde ICE in den Weg stellen und von dieser sogar erschossen werden, belegt er mit dem Label „Terroristen“. Und nun, da die Bürger der Stadt in Massen gegen die ICE-Einsätze demonstrieren, schickt Trump noch mal 1000 Bundespolizisten hin, um die Lage weiter zu eskalieren.
Ist das jetzt Whataboutism? Muss denn in allen Trump schen Suppen nach Haaren gesucht werden? Ja, denn bislang schwammen sie noch in jeder Brühe in Büscheln an der Oberfläche. Auch im Iran haben die USA keine Strategie für die Zeit nach einer eventuellen Entmachtung der Staatsführung. Den Menschen vor Ort wirklich zu helfen, ist nicht Trumps Anliegen, weder in den USA noch in Venezuela oder im Iran. Und sicherlich nicht zufällig ist auch dieser jüngste Ort des Engagements ein ölreicher.
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