Neue Westfälische (Bielefeld): Bergleute-Protest: MLPD wehrt sich gegen Verdacht der NRW-Landesregierung

Die Marxistisch-Leninistische Partei
Deutschlands (MLPD) hat sich gegen Vorwürfe der NRW-Landesregierung
gewehrt, sie hätte sich mit der AfD verbündet, um eine Besuchergruppe
von Bergleuten im Landtag aufzuwiegeln. In einem Gespräch mit der in
Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen (Dienstagausgabe) sagte
ein MLPD-Sprecher, die Anschuldigungen seien “frei erfunden”. Die
linksextreme Splitterpartei lehne “eine Zusammenarbeit mit der
rassistischen AfD strikt ab – und als Bergleute verkleiden wir uns
auch nicht”.

Der Chef der CDU-Regierungsfraktion, Bodo Löttgen, äußerte bei
Twitter den Verdacht, dass die MLPD hinter dem Protest im Landtag
stecken könnte, in den sich offenbar einige falsche Bergleute
gemischt hatten. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet
(CDU) sagte am Montag, demonstrierende Bergleute seien ihm häufiger
bei Veranstaltungen im Ruhrgebiet begegnet – “meistens begleitet von
der MLPD”. Sie habe die Kampagne bereits seit Monaten betrieben und
sich für die Aktion womöglich mit der AfD zusammengeschlossen. Dem
Bergbaukonzern RAG zufolge waren unter den rund 80 Männern auf den
Zuschauerrängen mehrere falsche Bergleute.

Im nordrhein-westfälischen Landtag war es am vergangenen
Mittwochabend während der Debatte um einen AfD-Antrag zu lautem
Protest der Bergleute aus der stillgelegten Zeche Prosper Haniel
gekommen. Landtagspräsident André Kuper (CDU) unterbrach die Sitzung.
Der Fall wird derzeit vom Landtag geprüft.

Pressekontakt:
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