Sie können es nicht lassen. Immer wieder mal,
vorzugsweise im Sommerloch, wenn ihnen Aufmerksamkeit gewiss ist,
kommen mehr oder weniger seriöse Lobbyisten von mehr oder weniger
bedeutsamen Verbänden um die Ecke und versuchen, der Öffentlichkeit
ihre Ladenhüter als den neuesten Chic anzudrehen. Wir wissen nicht,
wie lange Herr Ohoven für gewöhnlich so urlaubt, aber wir wissen
recht gut, dass der Urlaub an sich offenbar ein Hobby des
braungebrannten (Achtung!) Finanzvermittlers und Anlageberaters ist.
Schon vergangenes Jahr – natürlich im Sommer – empfahl der Gatte von
UNESCO-Botschafterin Ute-Henriette und Vater von Chiara „Die Lippe“
Ohoven den Deutschen Urlaubsverzicht als probates Mittel gegen die
Krise. Allein: Der Ruf verhallte mit dem Ende des Sommers. Mutmaßlich
wird es mit dieser Initiative ein ähnlich elendes Ende nehmen. Zur
Abrundung sei noch erwähnt, dass Urlaubsplaner Ohoven einer
traditionsreichen Unternehmerfamilie entstammt, die seit 1810 Papier
herstellte und eine Hanfspinnerei betrieb. Nun ja, der Hanf ist
weitgehend aus der Mode gekommen. Über den zweiten Aktivisten in
dieser Geschichte, einen Verband mit Sitz in der Metropole Koblenz,
lohnt es sich kaum, viel Worte zu verlieren. Man hat nie zuvor von
ihm gehört. Und das ist wahrscheinlich auch gut so. Vermutlich wird
auch er gleich wieder dem Vergessen anheimfallen. Seinen radikalen
Vorschlag schicken wir in Urlaub. Bis zum Sommer 2011.
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