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Neue Westfälische (Bielefeld): Höhere Handykosten im EU-Ausland Schwarze Schafe Lothar Schmalen, Düsseldorf

Als die EU-Zentrale in Brüssel vor einigen
Monaten per Dekret endlich die Abschaffung der teuren Zusatzkosten
für die Handynutzung im Ausland verkündete, da hatte sich die
Europäische Union tatsächlich einmal von ihrer
verbraucherfreundlichen Seite gezeigt. Und das kommt schließlich
nicht so häufig vor. Doch was passiert? Die raffinierten
Telefonanbieter suchen und finden immer neue Tricks, um mit ihrer
Kundenabzocke weitermachen zu können. Im Sinne der neuen EU-Regelung
ist es jedenfalls nicht, wenn Handynutzer erst selbst aktiv werden
müssen, um im EU-Ausland tatsächlich zu denselben Konditionen
telefonieren zu können wie zu Hause (EU-Slogan: „Roam like at home“).
Oder wenn andere Telefongesellschaften die Datenvolumen im Ausland so
stark begrenzen, dass der Kunde diese Grenze schnell erreicht und
dann die weitere Handynutzung doch wieder teuer bezahlen muss. Viele
Urlauber, die nach dem 15. Juni schon in Frankreich, Holland,
Italien, Griechenland oder Spanien Urlaub gemacht haben, können ein
Lied davon singen. Um sich wirksam davor zu schützen, hilft nur die
direkte Nachfrage beim jeweiligen Anbieter. Der neue
NRW-Justizminister Peter Biesenbach hat recht. Wir Verbraucher
sollten den Telefonanbietern, die mit Tricks versuchen, die Regelung
der Europäischen Union zur Abschaffung der teuren Zusatzgebühren im
EU-Ausland zu umgehen, unsere Marktmacht beweisen. Und zu einem
Anbieter wechseln, der EU-weit fair mit seinen Kunden umgeht.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

Original-Content von: Neue Westf?lische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell

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