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Neue Westfälische (Bielefeld): Personallage der CDU in NRW Unter Wert Florian Pfitzner, Düsseldorf

So richtig fand er im Moment der Überraschung
keine Antwort. Auf die Frage, ob die NRW-CDU nun geschwächt ins
Wahljahr geht, sagte Generalsekretär Bodo Löttgen nur, sein
Landesverband habe „Interesse an einer sehr starken Mannschaft“.
Davon hatte man bereits vor Norbert Lammerts angekündigtem Rückzug
aus dem Bundestag ausgehen können. Die Entscheidung des
Parlamentspräsidenten, der die Landesliste bei den drei
zurückliegenden Bundestagswahlen angeführt hatte, trifft die NRW-CDU
hart. Sie hat inzwischen viele markante Köpfe verloren: Steffen
Kampeter wechselte als Hauptgeschäftsführer zur BDA, Ronald Pofalla
zur Deutschen Bahn, Wolfgang Bosbach zieht sich ebenfalls aus der
Politik zurück. Philipp Mißfelder starb im Vorjahr viel zu früh.
Mißfelders Nachfolger als Chef der Jungen Union, Paul Ziemiak,
kandidiert nun zum ersten Mal für den Bundestag. Fleißig feilt er
dafür an seinem Profil, für eine Spitzenkandidatur ist er mit 31
Jahren noch zu jung. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe wäre da
eher einer, um die große Personallücke zu füllen, Jens Spahn
ebenfalls. Carsten Linnemann, Chef der Mittelstands- und
Wirtschaftsvereinigung, hat beim „Deutschlandtag“ in Paderborn eine
viel gelobte Rede gehalten. Sonst tut sich im Westen kaum jemand
hervor. In NRW wirft die CDU der rot-grünen Landesregierung vor, das
Land „unter Wert“ zu regieren. Im Bund muss der größte Landesverband
der Union aufpassen, dass er nicht bald unter Wert vertreten wird.

Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

Original-Content von: Neue Westf?lische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell

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