neues deutschland: Geschäftsführer des VDMA Ost: Ostdeutsche Unternehmen besonders stark von Sanktionen gegen Russland betroffen

Der Geschäftsführer des ostdeutschen Zweigs des
Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (), Reinhard Pätz,
sieht ostdeutsche Unternehmen besonders stark durch die Sanktionen
gegen Russland in Mitleidenschaft gezogen. „Schließlich sind Russland
und die Ukraine auf Grund der Geschichte wichtige Exportmärkte für
die neuen Bundesländer“, so Pätz gegenüber der in Berlin
erscheinenden Tageszeitung „neues deutschland“ (Mittwochausgabe). So
nehme der russische Markt „für so manche Firma aus den neuen
Bundesländern einen Exportanteil von 30, 40, 50 Prozent ein“.

Pätz berichtet, dass viele russische Unternehmer nicht mehr in
Deutschland bestellen würden. Zudem seien die ostdeutschen Firmen
selbst verunsichert. Dies betreffe auch bereits angefangene Aufträge
mit längeren Lieferzeiten. „Diese Unternehmen fragen sich, ob sie
ihre Maschinen dann überhaupt noch abgenommen bekommen und wer für
etwaige Ausfälle aufkommt“, erklärt Pätz.

Dennoch will Pätz nicht „mit Hiobsbotschaften an die
Öffentlichkeit gehen“. Er schätzt die momentane Lage zwar „ein
bisschen unübersichtlicher als vor zwei, drei Monaten“ ein. Man sei
aber von einer Situation wie in der Krise der Jahre 2009 und 2010
noch weit entfernt. „Und je schneller sich die Regierungen wieder an
den Verhandlungstisch zurück setzen und zu einer politischen Einigung
kommen, desto größer sind die Chancen, dass die Unternehmen mit einer
kleinen „Delle“ davon kommen“, sagt Pätz.

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