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neues deutschland: Tweets statt Trauer: Zum Anschlag in Manchester

Wir sind schockiert. Unsere Herzen und Gedanken bei
Opfern und Angehörigen. Stehen fest an der Seite. Sichern volle
Unterstützung. Dürfen Terroristen nicht gewinnen lassen. Dürfen
unsere Lebensweise nicht verändern. Werden Sicherheitsmaßnahmen
überprüfen. Verschärfen. Worte. Immer gleich und wie vorgefertigt.
Paris, Brüssel, Istanbul, Nizza, Berlin, Istanbul, London, St.
Petersburg, Stockholm. Und nun Manchester. #PrayforManchester. Bilder
mit Kerzen und Herzen. Trauer und Schock sind zu Tweet und Statement
verkürzt. Schockierend ist, wie wenig schockierend so etwas
Unfassbares noch wirkt. Wie routiniert und schnell die Reaktions- und
ja, auch Redaktionsmaschinen an- und weiterlaufen. Und wie vielen
nach einem Anschlag schon vorher klar war, wer oder was für ihn
verantwortlich ist: Islam, Merkel, Flüchtlinge … Reden, sich
mitteilen, aktiv werden. Zutiefst menschliche Bedürfnisse nach
grausamen Taten. Aber wenn davor Trauer und Schock nicht wirklich
Raum und Zeit bekommen – dann wirken Worte leer, immer öfter hohl.
Dann wirken Worte wie Reflexe vorgefertigter Überzeugungen, nicht wie
Reflexionen aufs Ereignis selbst. Schock und Trauer können ohne Raum
und Zeit nicht heilsam sein. Von beidem scheint zu wenig da. Mehr als
20 Tote, ein Anschlag auf Kinder – die Routinen laufen perfekt. Bis
zum nächsten Knall. Bloß nicht innehalten. Terrorismus ist Teil des
Alltags geworden. Sind wir schockiert?

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1722

Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell

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