Neues Land neue Sprache – Was muss ich beachten

Jährlich wandern hunderttausende Menschen aus Deutschland aus und folgen der Liebe oder beruflichen Chancen in neue Länder. Für zahlreiche dieser Personen ist der Neustart im Ausland auch mit einer Sprachbarriere am neuen Wohnort verbunden. Wie es gelingt, sich mit einer neuen Sprache schneller vertraut zu machen, zeigt der folgende Ratgeber.

Hilfreiche Sätze und Redewendungen studieren

Nicht jeder Auswanderer hat Monate oder Jahre Zeit, sich auf eine neue Sprache vorzubereiten. Ergeben sich recht kurzfristig neue Chancen durch den Umzug ins Ausland, ist es angebracht, sich zunächst auf eine Basis an Vokabeln zu beschränken. Dazu gehören Lebensmittel ebenso wie Fortbewegungsmittel oder auch die wichtigsten Haushaltsgegenstände. Speziell Personen, die am neuen Wohnort in eine Wohngemeinschaft ziehen, gehen dadurch Missverständnissen mit den Mitbewohnern aus dem Weg.

In den ersten Wochen nach der Auswanderung sind Einheimische sehr wichtig, um den nächsten Supermarkt oder auch eine Postfiliale zu finden. Diesen Menschen in deren Heimatsprache eine Frage stellen zu können, erhöht die Erfolgsaussichten, ein hilfsbereites Gegenüber zu treffen. Sätze wie „Hallo, können Sie mir helfen?“ oder auch „Entschuldigung“, wissen Sie, wo … „Ist?“ zu beherrschen kann die Anfangszeit deutlich unkomplizierter gestalten.

Für Behördengänge auf Unterstützung setzen

Während das Bestellen im Restaurant ruhig sprachlich etwas holprig sein kann, gibt es auch Bereiche, in denen fehlende Sprachkenntnisse einen klaren Nachteil mit sich bringen. Einer dieser Bereiche befindet sich zum Beispiel bei Behördengängen im Ausland oder dem Anmieten einer Wohnung. Vor dem Unterschreiben von wichtigen Schriftstücken oder Verträgen ist es angebracht, Hilfe von einem Menschen zu erhalten, der auch mit den zahlreichen Feinheiten einer Sprache vertraut ist.

Fehlt es den Auswanderern noch an Freunden und Bekannten im neuen Umfeld, gibt es die Möglichkeit, dennoch diese Unterstützung zu erhalten. Eine Option besteht in der Zuhilfenahme von Übersetzungssoftware in Form von Apps. Dessen Genauigkeit kann jedoch auch deutlich unter 100 Prozent liegen. Mehr Vertrauen können Auswanderer dagegen in Fachübersetzungen mit Fairlingo setzen. Dieser Anbieter arbeitet mit professionellen Übersetzern zusammen. Der Clou besteht darin, oftmals schon nach kurzer Zeit die benötigte Übersetzung in den Händen zu halten. Der Zeitverlust fällt insofern minimal aus.

Alltagssituationen nicht aus dem Weg gehen

Auf eine Sprachbarriere zu treffen, kann Menschen schnell unangenehm sein. Obwohl die meisten Gesprächspartner diese Situationen mit Humor nehmen, ist der Wunsch verständlich, sich nicht täglich in diese Situationen zu begeben. Genau an diesem Entschluss scheitert die Verbesserung der Sprachkenntnisse jedoch nicht selten. Sich in den ersten Wochen und Monaten zu überwinden und bewusst Gespräche mit neuen Nachbarn oder anderen Einheimischen zu beginnen, ist ein Schlüsselfaktor für das unterbewusste Lernen von Fremdwörtern und Satzkonstruktionen.

Auf Menschen zuzugehen, ist zudem ein guter Weg, um am neuen Wohnort die ersten Kontakte zu knüpfen. Nachbarn und Kollegen sind ebenfalls gute Ansprechpartner für Tipps zur Freizeitgestaltung. Von nahegelegenen Kinos bis zu kostenlosen Konzerten oder saisonalen Veranstaltungen helfen diese Tipps, die Freizeit mit der Erkundung einer neuen Kultur zu verbringen.

Nicht innerhalb weniger Wochen nach Perfektion streben

Eine neue Sprache zu erlernen ist ein Prozess, der mehr einem Marathon als einem Sprint gleicht. Sich ehrgeizige Ziele zu setzen, wie die bisherige Fremdsprache nach drei Monaten perfekt zu beherrschen, baut häufig einen zu hohen Druck auf. Das bessere Vorgehen besteht darin, sich Etappenziele zu setzen. Diese Zielsetzung kann zum Beispiel lauten, nach drei Monaten eine Unterhaltung beim Bäcker führen zu können. Nicht übertrieben ist es, nach sechs Monaten über die Fähigkeit zu verfügen, Fernsehserien in der neuen Sprache ohne gedankliche Übersetzung zu folgen.

Auswanderer, die verstehen, dass auch nach einigen Jahren noch unbekannte Wörter auftauchen können, verfügen über die besten Voraussetzungen, eine Fremdsprache mit der Zeit auch lieben zu lernen. Ein holpriger Anfang führt mit sehr viel Geduld somit dennoch ans Ziel.