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NOZ: EU-Agrarsubventionen: Viel Geld für wenige Betriebe

EU-Agrarsubventionen: Viel Geld für wenige
Betriebe

Ein Prozent der Empfänger erhielt vergangenes Jahr 20 Prozent der
Direktzahlungen – Grüne fordern Reform

Osnabrück. Ein Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in
Deutschland hat im vergangenen Jahr 20 Prozent der flächengebundenen
EU-Agrarsubventionen erhalten. Das geht aus der Antwort des
Bundeslandwirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen im
Bundestag hervor, berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“
(Donnerstag). Demnach erhielten gut 3500 Empfänger zusammengerechnet
mehr als eine Milliarde Euro an Direktzahlungen. Insgesamt seien 5,13
Milliarden Euro im EU-Haushaltsjahr 2015 an bundesweit 315.278
Empfänger ausgezahlt worden.

Friedrich Ostendorff, agrarpolitischer Sprecher der Grünen im
Bundestag, kritisierte: „Ein Hundertstel der Betriebe erhält ein
Fünftel der flächengebundenen Gesamtzahlungen. Meinem Sinn von einer
gerechten Verteilung entspricht das nicht.“ Das Ministerium verweist
in der Antwort darauf, dass eine umfassende Reform der
EU-Direktzahlungen erst für das Haushaltsjahr 2016 greife. Dadurch
werde es „Verschiebungen zu Lasten der größeren Betriebe“ geben.
Kleine und mittlere Betriebe erhalten Boni, honoriert werden sollen
dann beispielsweise auch Umweltleistungen im Zuge des sogenannten
Greenings. Ostendorff forderte eine weitergehende Reform: Das System
der Direktzahlungen sei veraltet, so der Grünen-Politiker: „Wir
wollen weniger Geld für Fläche, dafür mehr Geld für Tierschutz und
Biodiversität.“

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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