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NOZ: Vor Nitrat-Gipfel: Schleswig-Holstein fordert Hilfen für Bauern

Nordrhein-Westfalen stellt Mängel bei
Grundwasser-Messstellen fest

Osnabrück. Die Bundesregierung muss den Landwirten bei der
Umsetzung strengerer Düngeregeln helfen, fordert Schleswig-Holsteins
Agrarminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) vor dem Nitrat-Gipfel am
Montag. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Albrecht, viele
Betriebe hätten das Potenzial strengere Regeln zum Grundwassersschutz
einzuhalten. Dies sei aber mit Ausgaben etwa für Beratung der Bauern
verbunden. „Da muss der Bund finanzielle Unterstützung zusichern“,
sagte Albrecht.

Bundesministerin Julia Klöckner hat kurzfristig für den heutigen
Montag ihre Umwelt-Kabinettskollegin Svenja Schulze (SPD) sowie
sämtliche Umwelt- und Agrarminister der Länder und Vertreter von
Verbänden in ihr Ministerium geladen. Klöckner will darüber
diskutierten, wie noch strengere Grundwasserschutz erreicht werden
kann. Die EU-Kommission kritisiert zu hohe Nitrat-Werte im deutschen
Grundwasser. Der Stoff gelangt beim Düngen in die Umwelt und ist für
Mensch und Natur potenziell gefährlich.

Unterdessen ist das Land Nordrhein-Westfalen bei der Überprüfung
seiner Grundwasser-Messstellen auf Probleme gestoßen. Wie die „NOZ“
unter Berufung auf das Umweltministerium in Düsseldorf berichtet,
haben Fachleute bei einer ersten Kontrolle von 300 Messstellen in
etwa 10 Prozent der Fälle Mängel entdeckt. Diese reichten von
fehlenden Unterlagen oder fehlender Absicherung gegen Vandalismus bis
hin zu Einschränkungen bei der Beprobbarkeit. Die Messergebnisse in
Nordrhein-Westfalen seien dennoch „belastbar und repräsentativ“,
betonte das Ministerium.

Das Grundwasser in NRW wird mit 1500 Messstellen überwacht.
Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) kündigte an, dass in einem
nächsten Schritt weitere 280 Messstellen aus diesem Netz überprüft
werden sollen, die zu hohe Nitrat-Werte aufweisen, in
Nitrat-belasteten Regionen liegen oder von Landwirtschaft beeinflusst
werden. So sollen Fehlinterpretationen bei Nitrat-Werten verhindert
werden.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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