Radikale des sogenannten Islamischen Staates (IS)
töten 67 junge Männer im Norden des Irak, weil sie nicht Muslime
werden wollten. Und: Nigerianische Soldaten sollen 300 Kämpfer der
ebenfalls menschenverachtenden Terror-Gruppe Boko Haram hingerichtet
haben. Schicksale, die die Welt bewegen? Zurzeit nur am Rande, denn
Politik und Medien schauen in diesen Tagen besonders auf die Kriege
in Nahost und in der Ost-Ukraine. Konflikte, in denen sich die
Weltmächte USA und Russland, aber auch die Europäer bewegen. Die
viele von uns hautnah betreffen, sei–s durch direkte Kontakte oder
bewegte Bilder. Aber Irak, Nigeria? Syrien, Libyen, Ägypten,
Libanon, Iran, Pakistan und Afghanistan? Kenia, Zentralafrika, Sudan
und Kongo? Die Erde brennt. Auf allen Kontinenten wird täglich
getötet, zerstört und vertrieben. Ereignisse, die der menschliche
Verstand oftmals nicht mehr versteht, nicht mehr einordnen kann. Und
auch nicht muss. Nein, man ist nicht verroht und unsensibel, wenn man
sich nicht für das Leid aller verantwortlich fühlt. Wenn man nicht
alle politischen Zusammenhänge in den tausenden Krisenregionen
einordnen kann. Solange wir nicht das Interesse an den Mitmenschen
verlieren, die Lust zu helfen – und sei–s im kleinsten Rahmen vor der
Haustür -, können wir jeden Morgen unbeschadet in den Spiegel
schauen.
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