NRZ: Die erfolgsverwöhnte Tourismusbranche in NRW steht vor großen Herausforderungen – ein Kommentar von Holger Dumke

Nordrhein-Westfalen, das (einstige) Land von Kohle und Stahl,
entwickelt sich immer mehr auch zum Reiseland. Die von Wirtschaftsminister
Andreas Pinkwart vorgestellten neuen Zahlen zeigen: Touristen geben immer mehr
Geld aus, immer mehr Arbeitsplätze hängen daran. Die Tourismusbranche an Rhein
und Ruhr schreibt weiter an ihrer Erfolgsgeschichte. Ein Selbstläufer ist das
aber nicht. Touristiker, Betriebe und Politik vor Ort werden hart arbeiten
müssen, dass dem neunten und bald zehnten Rekordjahr in NRW noch weitere folgen.
Schon klar: Experten sehen weiteres Potenzial. Aber es gibt eben auch
riesengroße Herausforderungen. Stichwort Digitalisierung: Reisende wollen sich
im Internet informieren, dort buchen (und am besten das Leihfahrrad oder den
Konzertbesuch gleich mit), aber auch beim Erlebnis vor Ort ist das Smartphone
ständiger Begleiter. Touristiker und Betriebe stellen sich längst darauf ein.
Weitere Investitionen sind nötig. Gerade in kleinen und mittleren Häusern und
Regionen sind finanzielle Ressourcen aber begrenzt. Die Chancen liegen, wie auch
in der neuen NRW-Tourismusstrategie aufgezeigt, in einer noch besseren
Vernetzung. Stichwort Fachkräftebedarf: Hotels und Gaststätten müssen schon
heute mit gezielter Ansprache, pfiffigen Ausbildungskonzepten und attraktiven
Vergütungen das Personal werben. Mehrere nordrhein-westfälische IHKs warnen für
ihre Regionen schon vor heraufziehendem Fachkräftemangel auch im Gastgewerbe.
Gäste wollen professionell umsorgt sein, nur dann kommen sie wieder. Stichwort
Klimawandel: Er wird dem Sauerland als Wintersportregion zunehmend Probleme
bereiten – Probleme, die nicht einfach mit noch mehr Schneekanonen gelöst werden
können. Vom Trend zum klimabewussten Reisen allerdings dürfte das
Kurzurlaubsland NRW insgesamt profitieren. Abwechslungsreiche Radtouren,
Wanderungen durch Wälder und Mittelgebirgszüge, Familienurlaub auf dem
Bauernhof, Sommerfrische an Flüssen und Seen: Für alles das muss man nicht weit
mit dem Auto oder gar dem Flugzeug reisen.

Pressekontakt:
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