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Politik im Posthistorie – Die politische Philosophie von Leo Strauss

Politik im Posthistoire
 

Von Hans-Georg Gadamer stammt das Diktum der „politischen Inkompetenz der Philosophie“. Leo Strauss, wie Gadamer Schüler von Martin Heidegger, stellt dem die Behauptung entgegen, dass Philosophie immer „notwendig politisch“ sei. Politik im Posthistoire unternimmt den Versuch, den sachlichen Gehalt dieser Aussage für das Werk von Leo Strauss zu ermitteln und mithin den politischen Kern von Strauss‘ Denken freizulegen.
Strauss, so die These des Autors, formuliert im Gewand des Kommentators und Interpreten antiker, mittelalterlicher und moderner Texte ein philosophisch-politisches Projekt, das den Anspruch erhebt, das politische Zentralproblem von Herrschaft und Vergesellschaftung unter den Bedingungen des Post-Historismus nach Nietzsche und Heidegger zu lösen. In der Rekonstruktion von Strauss‘ Auseinandersetzung mit Denkern wie Platon, Maimonides, Spinoza und Hobbes, sowie Max Weber, Hermann Cohen, Carl Schmitt und Martin Heidegger wird eine ultra-moderne, autoritäre Herrschaftskonzeption sichtbar, die Machtpolitik à la Machiavelli mit einem religionsförmigen Vergesellschaftungsmodell verbindet.
Zur Analyse dieser Form philosophischer Politik werden zentrale Begriffe des Strauss’schen Denkens wie etwa das „theologisch-politische Problem“, das „esoterisch-exoterische Schreiben“, die „natürliche Ordnung“, die „zweite Höhle“ oder der „Römische Gedanke“ entschlüsselt.

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