Push Notifications nutzen, um Engagement zu verbessern und Kundenbindung zu stärken

Das Smartphone ist unser alltäglicher Begleiter, den wir stets bei uns tragen. 23 Prozent der Nutzer im Alter zwischen 18 und 34 Jahren würden eher auf einen ihrer Sinne verzichten, als auf ihr Smartphone (Tappable). Für Firmen bietet das Smartphone einen Einblick in das Leben ihrer Kunden von unschätzbarem Wert. Zum einen sind sie über dieses Gerät allzeit erreichbar und zum anderen können sie Location-Daten bereitstellen, mittels derer sich das (Kauf-)Verhalten der Nutzer nachvollziehen lässt und wichtige Rückschlüsse für das Marketing gewonnen werden können. Umso trauriger ist es, dass 79 Prozent der Apps bereits einem Tag nach ihrer Installation nicht mehr geöffnet werden (Adjust). Wir zeigen Ihnen Möglichkeiten auf, wie Sie die Retention Rate Ihrer Nutzer durch Push Notifications sowie In-App Messaging erhöhen, das Engagement verbessern und somit die Kundenbindung stärken.

1. Begrüßungsnachrichten versenden: Es muss nicht viel sein, eine einfache Begrüßung kann Wunder bewirken. Heißen Sie den neuen Nutzer willkommen und erläutern Sie nochmals in aller Kürze die Vorteile und Kernfunktionen Ihrer App. Studien haben ergeben, dass einfache Begrüßungsnachrichten die App-Deinstallationen signifikant senken können.

2. App-Rundgang anbieten: Zwar sollten Apps natürlich von Anfang an intuitiv designt werden und es dem Nutzer so einfach wie möglich machen, sich in ihr zurecht zu finden, allerdings gibt es trotz intuitiver Bedienung viele Apps, die erklärungsbedürftig sind. Hier können Sie mit einem App-Rundgang beim ersten Öffnen der App Abhilfe schaffen und dem Nutzer übersichtlich die Key Features Ihres Produktes näher bringen.

3. Neue Funktionen und Updates ankündigen: Machen Sie Ihre Nutzer kontinuierlich auf neue Features Ihrer App aufmerksam. Damit verdeutlichen Sie, dass Sie in die Nutzung der App investieren und die User Experience dauerhaft verbessern möchten. Sollte die Nutzung der App etwas eingeschlafen sein, geben Sie dem Kunden damit außerdem neue Gründe, erneut in die App zu schauen und erhalten so eine neue Möglichkeit, mit Ihren Leistungen zu überzeugen.

4. Nicht aufdringlich sein: Um In-App-Messaging durchführen zu können, brauchen Sie natürlich die richtigen Genehmigungen Ihrer Nutzer. Seien Sie beim Erfragen dieser Genehmigung aber nicht zu aufdringlich. Es bietet sich beispielsweise an, die Berechtigungen während des App-Rundgangs beim ersten Öffnen der App einzuholen, wenn Sie Ihre Nutzer ohnehin über die Vorteile und den Funktionsumfang Ihrer App informieren.

5. Nutzer-Engagement erhöhen: Versuchen Sie dem Nutzer neben den allgemeinen Vorteilen der App auch weitere Benefits zu bieten. Dabei kann es hilfreich sein, auf eine Anmeldung des Nutzers hinzuarbeiten, die beispielsweise durch Rabatte im Online-Shop gefördert werden können. Hat sich der Nutzer bei Ihnen angemeldet, liefern Ihnen die durch die Anmeldung generierten persönlichen Daten weitere Insights und helfen Ihnen, ein zu Ihren Kunden passendes Angebot zu erstellen.

6. A/B-Testing nutzen: Auch wenn Sie sich viele Gedanken über die In-App Messages gemacht haben und davon überzeugt sind, dass diese beim Nutzer Reaktionen hervorrufen werden, können Sie sich dabei doch sehr täuschen. Nutzen Sie deshalb A/B-Testing, um zu schauen, welche Ansprachen, Call-to-Actions etc. bei Ihren Kunden besonders gut funktionieren. Hier bieten sich auch Pre-Sampling-Tests an, bei denen Sie zunächst verschiedene Varianten an kleinere Nutzergruppen schicken und im Anschluss die am besten funktionierenden Elemente an die gesamte Gruppe ausspielen.

7. Aktiv die App-Bewertung fördern: Social Proof ist einer der wichtigsten Faktoren wenn es um Kauf- oder Downloadentscheidungen geht. Sprechen Sie Ihre neu gewonnenen Nutzer deshalb aktiv an und bitten Sie diese um eine Bewertung im App Store oder bei Google Play. Die Bewertungen geben Ihnen zum einen wertvolles Feedback, das Sie dazu nutzen können, Ihre App weiter zu verbessern. Zum anderen fördern positive Bewertungen die Sichtbarkeit Ihrer App in den entsprechenden Stores und können somit dazu beitragen weiter neue Nutzer zu generieren.

8. Auf das richtige Timing setzen: Wie bereits erwähnt, haben Sie nicht viele Chancen, um mit Ihrer App zu überzeugen. Sollte der Nutzer die Nachricht als störend empfinden, wird er die App wahrscheinlich kurz danach löschen. Nutzen Sie deshalb Tools, um die Versandzeit zu optimieren und schauen Sie, was am besten funktioniert. So können Sie die Engagement-Historie Ihrer Kunden für Ihre zwecke Nutzen und die Marketingfrequenz dementsprechend anpassen.

9. Echtzeit-Kundendaten nutzen: Da In-App Messaging ein Echtzeit-Tool ist, sollten Sie darauf achten, dass die Kundendaten stets aktuell sind, wenn zum Beispiel ein Trigger ausgelöst wird. Viele Kunden empfinden es als sehr ärgerlich, wenn sie beispielsweise Produkte angeboten bekommen, die sie bereits gekauft haben.

10. Mehrere Strategien nutzen: Apps bieten mehrere Möglichkeiten an, um mit ihren Anwendern zu kommunizieren. Neben Push-Benachrichtigungen sind auch In-App Messages eine Option. Gerade bei Nutzern, die kein Opt-In für Push Notifications gegeben haben, sind die In-App Messages ein gutes Mittel zur Kontaktaufnahme.

Fazit:
Apps haben es heute nicht leicht. Sie konkurrieren auf einem hart umkämpften Feld um Sichtbarkeit und Nutzer. So überstehen viele Apps noch nicht einmal die ersten Tage nach der Installation auf dem Smartphone. Schaffen sie es jedoch die ersten Tage zu überstehen, können sie Ihnen wertvolle Daten über Ihre Nutzer liefern und bilden darüber hinaus eine permanente Möglichkeit mit den Kunden in Kontakt zu treten. Um Ihren Kunden den Nutzen Ihrer App aufzuzeigen und die User Experience zu steigern, sind Push-Benachrichtigungen und In-App-Messaging wirksame Mittel. Dabei sind einige Punkte zu beachten. Richtig eingesetzt, ist es die Mühe aber definitiv wert.

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