Quantenoptimierung für die Logistik: BearingPoint entwickelt hocheffiziente Tensornetzwerklösungen im DLR QCI-Projekt „QuTeNet“

Quantenoptimierung für die Logistik: BearingPoint entwickelt hocheffiziente Tensornetzwerklösungen im DLR QCI-Projekt „QuTeNet“
Projekt „QuTeNet“ von DLR QCI und BearingPoint, Bildquelle: Unsplash
 

Frankfurt am Main, 12. Januar 2026 –Mathematische Optimierungsprobleme finden sich überall: in der Logistik, in der Kommunikation, in der Raumfahrt, in der Sensorik und in vielen weiteren Bereichen. Mittels sogenannter Tensornetzwerke lassen sich verborgene Effizienzpotenziale nutzen und damit Optimierungsprobleme deutlich schneller und umfangreicher lösen. Das Vorgehen kann zudem auch direkt auf Quantencomputern genutzt werden und profitiert sehr stark von dessen Fähigkeiten. Um die hocheffizienten Methoden zu implementieren, an einem realen Anwendungsfall der maritimen Logistik zu prüfen, mit gängigen Verfahren zu vergleichen und weitere, für das Verfahren prädestinierte Anwendungsfälle zu erforschen, hat die DLR Quantencomputing-Initiative (DLR QCI) entsprechende Aufgaben des Projektes „QuTeNet Tensornetzwerke“ (Quantum Tensor Networks for Quantum Simulations and Artificial Intelligence – Tensornetzwerke) an die Management- und Technologieberatung BearingPoint vergeben. Dies ist nach QCMobility | Maritimer Verkehr sowie QI-TraSiCo ein weiteres zukunftsweisendes Projekt der DLR QCI mit BearingPoint als Auftragnehmer, um Verkehrsflüsse mithilfe von Quantencomputing effizienter zu gestalten.

Softwarebibliothek für kombinatorische Quantenoptimierung: hochperformante Computer treffen auf Tensornetzwerkintelligenz

In Rechenzentren lösen hochperformante Computer (HPC) die anspruchsvollsten und umfangreichsten mathematischen Berechnungen. Im Projekt wird eine Softwarebibliothek entwickelt, mit welcher allgemeine kombinatorische Quantenoptimierungsprobleme kodiert und einschließlich notwendiger Vor-und Nachbearbeitung mithilfe von Tensornetzwerken gelöst werden können. Grundlage bilden eine Reihe von Cutting-Edge Algorithmen sowie umfangreiche Erfahrung in der Entwicklung von Software und der Anwendung von Tensornetzwerken. Die Software wird zur Nutzung auf HPC-Hardware entwickelt. Ein realer, aktueller und anspruchsvoller Anwendungsfall aus der maritimen Logistik wird exemplarisch mit der entwickelten Software gelöst und die Leistung mit anderen hochmodernen Algorithmen und Quantenlösungen verglichen. Schlussendlich werden weitere Anwendungsfälle für die Optimierungsmethoden identifiziert und analysiert, um nach Ende des Projektes die Software optimal weiterentwickeln und in einer Vielzahl an Einsatzzwecken anwenden zu können.

Mit starken Partnern zur industriellen Quantenreife und technologischen Souveränität in Deutschland

Zur Projektdurchführung verfügt BearingPoint über hochqualifiziertes Personal mit einem tiefgreifenden Verständnis von Tensornetzwerkmethoden und Quantentechnologien im Allgemeinen, und stellt zudem auftragnehmerseitig eine erfahrene Projektleitung für eine effiziente Projektorganisation und zielgerichtete Durchführung zur Verfügung. Darüber hinaus kann BearingPoint auf weitere, starke Expertise seiner Partner zurückgreifen:

Das Fraunhofer CML wird seine umfangreiche Erfahrung in der mathematischen Optimierung und dem Quantencomputing einbringen. Es wird reale Daten zu Schiffsrouten, Häfen und Beladung aufbereiten und den Anwendungsfall zur Verfügung stellen. Zudem wird es darauf aufbauend das Optimierungsproblem in für Tensornetzwerke geeigneter Weise modellieren.
Multiverse Computing bringt ein großes Verständnis im Bereich von Tensornetzwerken und eine tiefgreifende Expertise in der Entwicklung von hocheffizienten Tensornetzwerk-basierter Software ein. Im Zuge des Projektes wird Multiverse Computing ein Software-Paket entwickeln, welches die Tensornetzwerk-Algorithmen modelliert und auf den Anwendungsfall samt Realdaten optimiert.
Gemeinsam mit seinen Partnern ist es für BearingPoint entscheidend, das von der DLR QCI initiierte Ökosystem im Bereich des Quantencomputings mit aufzubauen, um sowohl den Nutzen als auch die Souveränität in dieser Technologie in Deutschland zu stärken.

Auf Auftraggeberseite wird das Projekt „QuTeNet“ vom DLR-Institut für KI-Sicherheit in Zusammenarbeit mit den Instituten für Quantentechnologien und Softwaretechnologie geleitet. „QuTeNet“ ist ein Projekt der DLR QCI und wird ermöglicht durch Mittel des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt.

Reinhard Geigenfeind, Partner bei BearingPoint und verantwortlich für das Projekt, kommentiert: „Logistik ist das Fundament einer florierenden und zukunftsfähigen Wirtschaft. Tensornetzwerke ermöglichen gewaltige Fortschritte in der Optimierung und nutzen in Zukunft sogar direkt die Vorteile von Quantencomputern. Auch im Bereich KI ergeben sich vielseitige Chancen. Gemeinsam mit unseren Kunden bringen wir diese Technologien in die Praxis – branchenübergreifend und wirkungsvoll.“

Über DLR QCI

Die DLR Quantencomputing-Initiative (DLR QCI) bringt Forschung, Industrie und Start-ups zusammen, um gemeinsam Quantencomputer, Fertigungstechnologien und relevante Anwendungsfälle zu entwickeln. Dazu stellt die DLR QCI ihnen an zwei Innovationszentren in Hamburg und Ulm die notwendigen technologischen Infrastrukturen, Werkstätten und Büroflächen zur Verfügung. So entsteht ein starkes Ökosystem für die Industrialisierung des Quantencomputings in Deutschland, ermöglicht durch Mittel des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt. https://qci.dlr.de