„Quarantänisiert“ unsere Arbeitnehmer nicht zu lange

„Quarantänisiert“ unsere Arbeitnehmer nicht zu lange

BDS Bayern fordert Verkürzung der angeordneten Quarantänezeiten

München – „Quarantänisiert unser Arbeitnehmer nicht länger als es nötig ist“, fordert Gabriele Sehorz, Präsidentin des Bund der Selbständigen – Gewerbeverband Bayern e.V.

Gemeint ist damit die derzeitige Dauer von 14 Tagen. Wer derzeit Kontakt zu einem positiv getesteten COVID-19 Fall hatte, wird behördlich angeordnet für diesen Zeitraum abgesondert. Dies wird auch als häusliche Quarantäne bezeichnet. Grundlage hierfür ist der §30 Infektionsschutzgesetz. Wichtig zu wissen ist, dass ein oder sogar mehrere negative Testergebnisse nicht die Beendigung der behördlichen Quarantäne (§ 30 Infektionsschutzgesetz) bewirken. Diese 14 Tage stammen noch aus der Anfangszeit der Pandemie. Mittlerweile weiß man jedoch mehr über die Viruserkrankung und auch angesehene Virologen, wie der Chef-Virologe der Berliner Charité Christian Drosten, halten diese Dauer für überzogen. „Die Politik ist gut beraten, wenn sie auf unsere Virologen hört. Es ist auch wirtschaftlich notwendig, die Quarantänezeit auf ein Mindestmaß zu beschränken. Wir fordern daher die Dauer von 14 auf 7 Tage zu verkürzen“, so die Mittelstandspräsidentin.

Der Fachkräftemangel in vielen Branchen – wie etwa im Baugewerbe – wurde auch durch Corona nicht über Nacht beendet. Sehorz appelliert: „Es ist daher einem Unternehmer nicht zu erklären, warum seine Mitarbeiter, länger als es die Pandemielage erfordert, isoliert werden!“ Zwar werden diese Ausfälle bei der Lohnzahlung vom Staat kompensiert, doch „es geht nicht immer nur ums Geld!“, versichert Sehorz und fügt an: „In der Arbeitswelt geht es darum, (Liefer-)Fristen einzuhalten oder Dienstleistungen rechtzeitig zu erbringen, da braucht es die volle Arbeitskraft! Die bayerische Wirtschaft ist durch die letzten Monate weiterhin gebeutelt, da können wir es uns nicht leisten, auf Arbeitnehmer, über das notwendige Maß hinaus zu verzichten. Dies gilt insbesondere erst recht, wenn der Unternehmer selbst, von der Quarantäne betroffen ist!“

Insgesamt fordert der BDS Bayern, alle Maßnahmen nicht nur an das Infektionsgeschehen anzupassen, sondern „auch an das neue Wissen, das wir über das Virus haben“. „Es ist gut, wenn Bundesgesundheitsminister Spahn die Lage reflektiert und versichert, dass es mit dem heutigen Wissen keinen weiteren Lockdown für Friseure und den Einzelhandel geben wird – aus unserer Sicht auch für viele weitere Branchen nicht – aber dann muss die Politik jetzt auch so handeln – angefangen bei der Verkürzung der Quarantänezeiten“, so Sehorz abschließend.


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