Das Studium oder die Ausbildung ist mit Mitte
Zwanzig geschafft, nun steht die Welt mit all ihren Möglichkeiten
offen. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt, Grund genug die Sektkorken
knallen zu lassen! Doch für viele ist irgendwie alles schwieriger als
gedacht. Die Freiheiten nehmen ab, der Druck dagegen zu. Kurz gesagt:
Der Ernst des Lebens beginnt und stürzt viele in eine handfeste
Quarter-Life-Crisis.
Wie real und weit verbreitet diese Krise tatsächlich ist, belegt
nun eine Umfrage* von LinkedIn. Demnach litten bereits 67 Prozent der
deutschen Arbeitnehmer vor ihrem 30. Geburtstag an einer
Quarter-Life-Crisis. Die Wahl des richtigen Berufes (39 Prozent)
bereitet dabei die größten Sorgen. Aber auch andere karriererelevante
Aspekte, wie die richtigen Qualifikationen (34 Prozent),
Beförderungen (22 Prozent) und Angst vor Arbeitslosigkeit (20
Prozent), beschäftigen jungen Menschen auf ihrem Weg ins Berufsleben.
„Das Phänomen der Quarter-Life-Crisis hat deutlich zugenommen.
Grund dafür ist unter anderem die ständige Vergleichbarkeit in Zeiten
der Informationstechnologie und damit einhergehend eine Flut an
scheinbaren Optionen“, verrät Psychotherapeutin Dr. Karin Beck. „Ein
Weg aus dieser Lebenskrise kann die Besinnung auf die eigenen Werte
sein. Auf das, was jedem selbst im Leben wirklich wichtig ist.“
Das wiederum funktioniert am Besten im Dialog mit dem Partner,
Familie, Freunden und Kollegen. Ganze 85 Prozent wendeten sich in der
Krise an Freunde, 63 Prozent an Familienmitglieder. Das Schlusslicht
bilden mit 3,8 Prozent Mentoren – dabei könnten gerade die in
Berufsfragen Alternativen aufzeigen und Mut zusprechen. Häufig
scheitert es jedoch schon am Finden eines passenden Mentors,
beziehungsweise eines Schützlings. Um seinen Mitgliedern genau das zu
ermöglichen, hat LinkedIn „Karrieretipps & Mentoring“ eingeführt,
welches ratsuchende Mitglieder mit passenden Mentoren zusammenführt.
„Unsere Umfrage hat ergeben, dass die Quarter-Life-Crisis im
Durchschnitt um den 26. Geburtstag einsetzt und fast ein Jahr lang
dauert. In dieser Zeit der Verunsicherung suchen die Betroffenen
Zuspruch und Halt, wissen aber häufig nicht, wen sie um Rat fragen
sollen“, weiß Barbara Wittmann, Direktorin für den Bereich
Rekrutierungslösungen und Mitglied der Geschäftsleitung bei LinkedIn
Deutschland, Österreich, Schweiz. „Wir möchten unseren Mitgliedern
die Möglichkeiten aufzeigen, welche das Berufsleben für sie
bereithält. Dafür bringt –Karrieretipps & Mentoring– hilfesuchende
Arbeitnehmer mit erfahrenen Mitgliedern zusammen, die bereits ein
paar Schritte weiter in ihrer Karriere sind. Denn mit den richtigen
Tipps lässt sich jede Krise meistern.“
Mentoren als ein Weg aus der Krise
Tatsächlich würden 35 Prozent der Befragten gerne auf die
Erfahrungen eines Mentors zurückzugreifen, verfügen aber nicht über
das nötige Netzwerk. Die neue LinkedIn-Funktion „Karrieretipps &
Mentoring“ schlägt Mitgliedern bei karriererelevanten Fragen auf sie
und ihre Bedürfnisse passende Mentoren vor.
Wer an einem Branchenwechsel interessiert ist, Tipps für das
Gehaltsgespräch sucht oder vor weiteren wichtigen Entscheidungen in
seiner Karriere steht, kann somit vom reichhaltigen Erfahrungsschatz
der weltweit 546 Millionen Mitglieder profitieren. Um einen Mentor zu
finden, kann jedes Mitglied in der zugehörigen Box auf seinem Profil
eine Vorauswahl an Präferenzen wie Branche, Region und Industrie
treffen. Anschließend erhält es Vorschläge möglicher Mentoren.
Bereits im Dezember hat LinkedIn den Gehaltsvergleich eingeführt,
anhand dessen Mitglieder das eigene Gehalt bezüglich Branche, Region,
Ausbildung, Position und einigem mehr vergleichen können.
„Karrieretipps & Mentoring“ bietet aber auch Unternehmen die
Möglichkeit, eigene erfahrene Mitarbeiter als Mentoren bereit zu
stellen und damit Arbeitnehmer auf sich aufmerksam zu machen. So
können Unternehmen mit jungen Arbeitskräften Kontakt aufnehmen und
ihnen zeigen, dass sie ein aktives Interesse an ihrer Karriere haben
und bereit sind, Expertise weiterzugeben. Im Kampf um
Nachwuchsfachkräfte bringen sie sich so auf das Radar talentierter
Kandidaten.
So unterschiedlich reagiert Deutschland
Vor allem in Berlin (75 Prozent), Baden-Württemberg (74 Prozent)
und im Saarland (71 Prozent) gaben Teilnehmer der Studie an, bereits
eine Quarter-Life-Crisis durchlebt zu haben, während Arbeitnehmer in
Bayern (54 Prozent) und Sachsen-Anhalt (53 Prozent) deutlich weniger
häufig betroffen sind.
Aber auch im Umgang mit der Krise gibt es regionale Unterschiede.
Vor allem in Hamburg (75 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (71
Prozent) und Hessen (68 Prozent) wenden sich viele Arbeitnehmer an
ihre Familie. Der gute Rat von Freunden ist in Hamburg (75 Prozent)
und Mecklenburg-Vorpommern (64 Prozent) sehr geschätzt. In
Sachsen-Anhalt (38 Prozent) und Sachsen (36 Prozent) wird auch sehr
viel Wert auf die Meinung von Arbeitskollegen gelegt.
Mit der Quarter-Life-Crisis richtig umgehen
Dr. Beck gibt jungen Arbeitnehmern folgende Tipps, um möglichst
schnell wieder aus der Krise zu finden:
1. Keine Panik! Jede Krise hat einen Anfang – und auch ein Ende.
2. Das WIR großschreiben. Achten Sie darauf, in wichtigen
Situationen Unterstützung dabei zu haben. Isolation muss auf
jeden Fall vermieden werden.
3. Das Ich in den Mittelpunkt stellen. Im Internet begegnen Sie
uns überall: Die Schönen, Sportlichen und Erfolgreichen. Doch
lassen Sie sich nicht blenden. Hinter der Fassade bröckelt es
häufiger, als man denkt. Deswegen: Vergleichen Sie sich nicht
mit anderen, sondern konzentrieren Sie sich voll auf sich
selbst.
4. Die richtigen Fragen stellen. Was ist mir im Leben wirklich
wichtig? Was möchte ich hinterlassen? Was bedeutet für mich
Glück? Schon alleine die Suche nach den Antworten auf diese
Fragen kann ein Weg aus der Krise sein.
5. Normen infrage stellen. Auf jungen Arbeitnehmern lastet enormer
Druck. Doch welcher Druck ist echt und welcher wird nur als
solcher empfunden? Hinterfragen Sie auferlegte Normen und
schneiden Sie alte Zöpfe ab.
6. Reden, reden, reden. Vielleicht der wichtigste Tipp überhaupt:
Finden Sie jemanden, der Ihre Lage versteht und erarbeiten Sie
gemeinsam positive Aspekte.
*Zwischen 23.1. und 30.1. befragte Censuswide im Auftrag von
LinkedIn 1.003 Berufstätige in Deutschland. Die Befragten waren
zwischen 25 und 33 Jahre alt.
Bildmaterial:
Ein Bild von Barbara Wittmann finden Sie hier
(http://ots.de/of9hLj), Screenshots der „Karrieretipps & Mentoring“
Funktion hier (http://ots.de/Md7kIQ).
Bildunterschrift: Barbara Wittmann, Direktorin Talent Solutions
und Mitglied des Führungsteams bei LinkedIn Deutschland, Österreich,
Schweiz
Über LinkedIn
LinkedIn vernetzt weltweit Fach- und Führungskräfte und hilft
ihnen dabei, produktiver und erfolgreicher zu sein. Zudem verbessert
das Karrierenetzwerk nachhaltig die Rahmenbedingungen für
Personalsuche, Marketing und Vertrieb. LinkedIns Vision ist der
Economic Graph, ein globales Netzwerk von qualifizierten Fachkräften,
das jedem Mitglied neue Karrierechancen eröffnen kann. LinkedIn hat
insgesamt mehr als 546 Millionen Mitglieder. In der Region
Deutschland, Österreich und Schweiz erreichte LinkedIn im Dezember
2017 elf Millionen Mitglieder. 29 der 30 deutschen DAX-Unternehmen
setzen auf LinkedIn-Produkte.
Pressekontakt:
LinkedIn Deutschland, Österreich, Schweiz
Gudrun Herrmann
E-Mail: gherrmann@linkedin.com
Twitter: @LinkedInDACH / Facebook: LinkedIn DACH
LinkedIn: http://de.linkedin.com/in/gudrunherrmann
Hotwire Public Relations Germany GmbH
Matthias Sternkopf
Tel.: +49 89 2109 3279
E-Mail: matthias.sternkopf@hotwireglobal.com
Original-Content von: LinkedIn Corporation, übermittelt durch news aktuell