Rheinische Post: Bayer-Aufsichtsrat Hoffmann rechnet bei Glyphosat-Klagen nicht mit schnellen Vergleichen

Reiner Hoffmann, Chef des Deutschen
Gewerkschaftsbunds und Aufsichtsrat bei Bayer, rechnet nicht mit
schnellen Vergleichen bei den Glyphosat-Klagen. “Bayer bleibt dabei,
dass Glyphosat bei sachgerechter Anwendung sicher ist, und wird
deshalb weiter in Berufung gehen. Wenn sich später die Frage von
Vergleichen stellt, wird dies der Vorstand in Abstimmung mit dem
Aufsichtsrat entscheiden”, sagte Hoffmann der Düsseldorfer
“Rheinischen Post” (Samstag). Zugleich geht Hoffmann davon aus, dass
Bayer-Chef Werner Baumann trotz der Krise bleiben kann. “Er ist
hartnäckig. Die Mehrheit der Hauptversammlung hat den Vorstand zwar
nicht entlastet, aber viele Investoren haben betont, dass sie keinen
Wechsel wollen. Auch der Aufsichtsrat hat sich einstimmig hinter
Baumann gestellt. Ein Chefwechsel würde nichts bringen. Das
Wichtigste für Bayer ist es, das Glyphosat-Problem zu lösen und
wieder mehr Pharma-Innovationen zu entwickeln.” Zugleich verteidigte
Hoffmann den Monsanto-Deal: “Strategisch ist und bleibt die
Übernahme richtig, Monsanto bietet große Chancen im Zukunftsgeschäft
Digital Farming. Vor der Übernahme haben wir im Aufsichtsrat
natürlich das schlechte Image von Monsanto in Europa diskutiert. Dass
aus den Glyphosat-Klagen, die es damals gab, so ein Problem würden,
war nicht abzusehen.”

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