Der Fall hat bundesweit für Erschütterung
gesorgt: Eine junge Frau, Arbeitsvermittlerin im Neusser Jobcenter,
glücklich verheiratet und Mutter eines kleinen Kindes, wird an ihrem
Arbeitsplatz brutal getötet. Der Täter, ein wütender Erwerbsloser,
hatte es nicht einmal auf sie persönlich abgesehen, und das macht
diese Geschichte so tragisch: Hätte die junge Frau etwas geahnt, dann
wäre es ihr vermutlich möglich gewesen, einen Alarmknopf zu drücken.
Hätte sie nur etwas Zeit gehabt, dann wäre es ihr vielleicht
gelungen, den Mann mit Worten von seiner schrecklichen Tat
abzuhalten. Wie man das macht, darin war sie geschult. So aber hatte
sie keine Chance. Bleibt die Frage, ob eine Sicherheitsschleuse
womöglich die Bluttat verhindert hätte. Mit letzter Klarheit lässt
sich das nicht beantworten. Fest steht inzwischen bloß, dass der
Täter seine Gewaltbereitschaft schon bewiesen hatte – und dass er
auch diesmal entschlossen war, jemanden zu verletzen. Wäre ihm das im
Jobcenter nicht gelungen, dann vielleicht davor? Der Tod der jungen
Arbeitsvermittlerin in Neuss zeigt auf bittere Weise, dass kaum
möglich ist, was alle wünschen: sicher zu sein vor dem, was Menschen
heimtückisch planen, anderen anzutun.
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