Rheinische Post: Doppel-Abi im Praxistest = Von Frank Vollmer

Jetzt gilt es also. Heute beginnt das
Wintersemester; jetzt zeigt sich, ob die Vorbereitungen auf den
doppelten Abiturjahrgang 2013 ausreichen. Die ersten halbwegs
belastbaren Zahlen, die NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze
gestern präsentiert hat, legen nahe, dass ein akuter
Studienplatz-Infarkt ausbleibt. Unis und FHs sind zu Recht stolz auf
diesen Erfolg. Die Hochschulen sind voll, sehr voll, aber eben nicht
ganz so voll wie in den düstersten Szenarien befürchtet. Und viele
Abiturienten waren offenbar so klug, noch zu warten, statt sich
sofort ins Getümmel zu stürzen. NRW scheint die Welle mit Ach und
Krach zu meistern – dank der Flexibilität seiner jungen Leute und
seiner Hochschulen. Doch das Brett ist schmal, auf dem auch Schulze
balanciert. Erstens taucht die Enttäuschung der Abgewiesenen in
keiner Statistik auf. Zweitens: Wenn die Anfänger von heute in drei
Jahren einen Master-Studienplatz suchen, droht der nächste Engpass –
und noch mehr Frust. Denn dann geht es um konkrete Karrierechancen.
Das Projekt “Doppel-Abitur” ist noch nicht abgeschlossen. Es fängt
erst richtig an.

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Rheinische Post
Redaktion

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