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Rheinische Post: Ex-Generalinspekteur: Kramp-Karrenbauer sendet wichtiges Signal an die Nato

Ex-Bundeswehr-Generalinspekteur Harald Kujat
hat die Forderung von Verteidigungsministerin Annegret
Kramp-Karrenbauer (CDU) nach mehr Geld für die Verteidigung als
vertrauensbildende Maßnahme für die Nato und die eigene Truppe
gewertet. Kujat sagte der „Rheinischen Post“ und dem Bonner
„General-Anzeiger“ (Online-Ausgaben): „Das Bekenntnis der neuen
Verteidigungsministerin zum Zwei-Prozent-Ziel der Nato ist ein
wichtiges Signal nach außen – an unsere Verbündeten in der Nato.“ Die
Bundeswehr sei nicht gut ausgerüstet, die Truppe brauche das Geld.
„Der deutsche Beitrag innerhalb der Nato ist beschämend klein. Und
was wir dann auf die Beine stellen, ist grotesk. Wenn wir 15.000
Teile in der Bundeswehr zusammenkratzen müssen, damit ein deutsches
Kontingent die Nato-Speerspitze für ein Jahr führt, ist das einfach
peinlich.“ Der ehemalige Vorsitzende des Nato-Militärausschusses
betonte, die Bundeswehr habe riesigen Nachholbedarf. „Wir haben
erhebliche Fähigkeitslücken beispielsweise bei der Strategischen
Aufklärung, der Strategischen Verlegefähigkeit, der Luftverteidigung
oder dem Kampf der verbundenen Waffen.“ In Europa seien die Kräfte
nicht dort, wo sie gebraucht würden. „Wir können auch unsere eigenen
Truppen nicht schnell genug und in ausreichender Zahl dorthin
bringen, beispielsweise an die Ostflanke der Nato. Es bleiben eben
dramatische Lücken. Das ist für ein Hochtechnologieland wie
Deutschland beschämend.“

www.rp-online.de

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2627

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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