Rheinische Post: G-BA-Vorsitzender kritisiert neuen Bluttest für Schwangere

Der Vorsitzende des Gemeinsamen
Bundesausschusses, Josef Hecken, hat sich gegen einen nicht-invasiven
Pränataltest (NIPT) auf Erkrankungen wie Mukoviszidose ausgesprochen.
Das Heidelberger Start-up Eluthia bringt einen solchen Test mit dem
Namen “Unity” am 17. Oktober auf den Markt. “Hier handelt es sich um
eine neue, aus meiner Sicht ethisch bedenkliche Dimension in Richtung
,Designerbaby–, die über die nicht-invasive pränatale Diagnostik von
Trisomien weit hinausgeht”, sagte Hecken der Düsseldorfer
“Rheinischen Post” (Dienstag). “Denn hierbei geht es um weit mehr als
den Ersatz des maximalinvasiven Tests mit Fehlgeburtsrisiko, der seit
30 Jahren GKV-Leistung ist, durch einen risikoarmen Bluttest. Hier
sind fundamentale ethische Grundfragen unserer Werteordnung berührt,
und der Gesetzgeber ist deshalb nach wie vor gefordert, Grenzen und
Bedingungen der NIPT zu definieren”, so Hecken.

Erst vor wenigen Wochen hatte der Gemeinsame Bundesausschuss
entschieden, dass vorgeburtliche nicht-invasive Tests auf Trisomien
künftig bei Risikoschwangerschaften von der gesetzlichen
Krankenversicherung bezahlt werden. Der Test aus Heidelberg gibt nun
neben Mukoviszidose auch Auskunft über die spinale Muskelatrophie und
Hämoglobinopathien.

Pressekontakt:
Rheinische Post
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Telefon: (0211) 505-2627

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