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Rheinische Post: Kommentar / Absurder VW-Skandal = Von Jan Drebes

Am Freitag wurde mal wieder deutlich, wer die
eigentlichen Leidtragenden im VW-Abgasskandal sind. Da sorgte eine
Nachricht für Verwirrung, dass der TÜV keine Plaketten mehr vergebe,
wenn betroffene Halter die Schummel-Software in ihren Fahrzeugen
nicht überspielen ließen. Großer Wirbel in den Medien, dann Dementi
vom TÜV, im Kern aber blieb die Geschichte richtig: Wer die Fristen
zur Umrüstung versäumt, muss mit dem Entzug der Plakette oder im
schlimmsten Fall mit einer Stilllegung des Autos durch die Behörden
rechnen. Beim betrogenen VW-Kunden kommt also die gesamte Breite an
Zwangsmaßnahmen zum Tragen, sollte er sich beim Beheben des an ihm
verübten Betrugs nicht an die Vorschriften halten. Das ist in einem
Rechtsstaat zwar nicht anders zu machen, schließlich müssen für
VW-Besitzer dieselben Regeln wie für andere Autofahrer gelten.
Dennoch wirkt es absurd. Schließlich hat sich der Konzern – jetzt
feierte er sich wieder als größter Autobauer der Welt – beschämend
gegenüber seinen Kunden verhalten. Und Entschädigung wie in den USA
wird es nicht geben.

www.rp-online.de

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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