Rheinische Post: Kommentar / Auf konservativem Kurs = Von Kristina Dunz

Mit Annegret Kramp-Karrenbauer als CDU-Chefin
ist die Union in kürzester Zeit weit mehr ins konservative Lager
gerückt, als die meisten Delegierten bei der Entscheidung über die
Nachfolge von Angela Merkel im Dezember auch nur geahnt haben. Die
Enttäuschung bei den rund 49 Prozent, die für Friedrich Merz waren,
ist bei etlichen schon gewichen. Und Merz selbst lässt sich in die
aktuelle Politik einbinden – und empfiehlt sich weiter als
Bundesminister. Unter Kramp-Karrenbauer, nicht unter Merkel. Die
Saarländerin bekommt viel Applaus dafür, dass sie die Union ein Stück
weiter rechts von der Mitte positioniert, als unter Merkel je denkbar
gewesen wäre. Von der CSU, der JU, den konservativen Gruppierungen.
Es gibt aber auch Christdemokraten, die inzwischen irritiert sind.
Sie gehören dem immer noch vorhandenen Merkel-Lager an und merken,
dass Kramp-Karrenbauer den neuen Schwung durch ihre harte Linie im
Wahljahr nicht bremsen will. Eine Zahl sollte der CDU-Vorsitzenden in
ihrer 100-Tage-Bilanz aber zu denken geben: Ihre Beliebtheitswerte in
der Bevölkerung sind deutlich gefallen.

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