Rheinische Post: Kommentar / Den Knall nicht gehört = Von Christian Schwerdtfeger

Silvester ohne Feuerwerk und Böller? Für viele
undenkbar. Man kann die Knallerei nervig finden, sie ablehnen und
sagen, dass man das Geld besser spenden sollte. Aber man sollte diese
Entscheidung jedem selbst überlassen. Daher geben die NRW-Städte auch
die einzig richtige Antwort auf die Forderung der Deutschen
Umwelthilfe nach einem Böllerverbot: Sie lehnen es ab.

Die Forderung fügt sich nahtlos in eine fragwürdige Reihe von
Vorschlägen und Maßnahmen ein, mit denen unter dem Deckmäntelchen der
Umweltliebe alles abgeschafft werden soll, was in Verdacht steht, dem
Klima zu schaden. Dass einschneidende Maßnahmen nötig sind,
bestreitet niemand. Nur müssen diese auch sinnvoll, nachhaltig und
klug durchdacht sein. Stattdessen geht man mit der
Kopf-durch-die-Wand-Methode vor. Das Ergebnis: Vieles ist halbgar,
zusammengeschustert und übers Knie gebrochen. Ein gutes Beispiel
dafür ist auch die Umweltspur in Düsseldorf. Sie ist unnötig und
schadet mehr, als zu helfen. Aber sie ist plakativ. Und so ähnlich
verhält es sich auch mit dem geforderten Böllerverbot. Nur die Umwelt
rettet man so nicht.

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