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Rheinische Post: Kommentar: Eine Kartellstrafe wäre das kleinste Problem

Eins hat Margrethe Vestager inzwischen unter
Beweis gestellt: Die EU-Wettbewerbskommissarin geht nicht nur gegen
US-Unternehmen wie Google vor, sondern scheut sich auch nicht, den
europäischen Großkonzernen auf die Füße zu treten. Erst scheiterte
der Zusammenschluss der Zugsparten von Siemens und Alstom an ihren
Bedenken, nun drohen den deutschen Auto-Herstellern
Milliardenstrafen, weil die Dänin ein Kartell vermutet. Die Summe
dürfte die Konzerne schmerzen, gerade in Zeiten wie diesen, wo sie
Sparprogramme fahren müssen, um die Milliarden-Investitionen in
Zukunftsprojekte wie die Elektromobilität oder das autonome Fahren
voranzutreiben. Noch mehr schmerzt der Grund für das
Kartellverfahren: Vermeintliche Absprachen bei der Abgasreinigung
zwischen 2006 und 2014. Wenn es so ist, wie die EU-Kommission
behauptet, dann haben viele der heutigen Probleme hier ihren
Ursprung. Statt mutig in neue Technologien zu investieren, saubere
Autos zu entwickeln und den Vorsprung durch Technik, für den sich
manche Marke rühmt, zu wahren, hätten die Konzerne dann lieber auf
die Bremse getreten. Die Zeit, die sie verloren haben, kostet sie nun
bares Geld – und die Leidtragenden sind die Mitarbeiter und Kunden.
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Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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