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Rheinische Post: Kommentar / Krankenhäuser dürfen keine Festungen sein = Von Kirsten Bialdiga

Infam und skrupellos ist die Vorgehensweise der
Diebe in NRW-Krankenhäusern. In einem Moment größter Hilflosigkeit,
nach einer Operation etwa, schlagen sie zu und entwenden Schmuck,
Geld und andere Wertsachen. Oder sie spionieren die Adressen der
Patienten aus, um während deren Abwesenheit in die Häuser
einzubrechen und sie leerzuräumen. Die Zahlen steigen. Der Ruf nach
verschärften Sicherheitskontrollen liegt da nahe. Meist ist es ja
allenfalls ein Pförtner am Haupteingang, der Besucher in Augenschein
nimmt. Doch mehr Sicherheitspersonal und Überwachungskameras würden
auch einen Verlust an Privatsphäre bedeuten – und die ist gerade im
Krankenhaus von unschätzbarer Bedeutung. Bei Gesprächen mit Ärzten
oder Angehörigen darf niemand das Gefühl haben, belauscht zu werden.
Hinzu kommt: Wer kann schon zuverlässig überprüfen, ob es sich bei
einem Besucher um einen Dieb oder um den Angehörigen eines Patienten
handelt – oder möglicherweise sogar um beides in einer Person. Besser
ist es, auf Aufklärung zu setzen und Krankenhäuser etwa ähnlich wie
Hotels mit Türen zu versehen, die sich nur per Karte öffnen lassen.
Und die Zimmer flächendeckend mit Tresoren für Wertsachen
auszustatten.

www.rp-online.de

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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