Rheinische Post: Kommentar / Organisationsversagen = Von Thomas Reisener

Spitzenkräfte – das gilt für die Wirtschaft wie
für die Politik – tun sich in aller Regel sehr schwer damit, Fehler
einzugestehen. Das ist bei Innenminister Reul (CDU) anders. Als
Erster sprach er von “Polizeiversagen”, als das Verschwinden von
Beweismitteln im Missbrauchsskandal von Lügde bekannt wurde. Als im
Herbst ein irrtümlich verhafteter Syrer in seiner Zelle verbrannte,
zögerte Reul nicht mit seiner Entschuldigung. Er gehöre nicht zu
denen, bei denen immer alles nur super laufe, sagte er kürzlich im
Landtag. Das macht ihn sympathisch.

Verantwortlich ist Reul trotzdem. Als Oppositionsführer warf der
heutige Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) der rot-grünen
Vorgängerregierung alle paar Monate “Organisationsversagen” vor: Beim
Flüchtlings-Management, bei der Misshandlung von Flüchtlingen in
Burbach, bei der Kölner Silvesternacht, bei der aus dem Ruder
gelaufenen Hogesa-Demonstration und beim fatalen Umgang mit dem
Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri. An Laschets Maßstäben gemessen,
muss Reul nun auch ein Organisationsversagen verantworten.

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