Rheinische Post: Kommentar: Pommes müssen bleiben

Julia Klöckner sagt den Pommes den Kampf an.
Die Bundesernährungs-ministerin will Schnitzel und Spaghetti von den
Kinderkarten in Restaurants verbannen. Stattdessen fordert sie
gesunde Gerichte auf dem Teller. Mehr als jedes siebte Kind in
Deutschland ist übergewichtig, Fastfood und Tiefkühl-Produkte sind
allgegenwärtig. Klöckners Vorstoß geht also ein gesellschaftliches
Problem an – nur falsch. Wer gesund isst, ist und bleibt meist auch
gesund. Kinder sollten von klein auf lernen, wie wichtig Ernährung
für ihre Gesundheit ist und welchen Stellenwert Nachhaltigkeit hat.
Dieses Bewusstsein wird aber nicht im Restaurant geschärft, sondern
im Alltag, und ist somit Erziehungssache. Geht eine Familie einmal
pro Woche ins Restaurant, stehen diesem Essen 13 Mahlzeiten zu Hause
oder in der Schule gegenüber. Und welche Familie geht schon jede
Woche essen? Außerdem gilt die goldene Regel: Was verboten ist, wirkt
auf Kinder umso anziehender – und wird heimlich nach der Schule
gefuttert. Wenn frisches Obst und Gemüse zum Alltag gehören, darf es
im Restaurant auch mal eine Pizza sein. Pasta!

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Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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