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Rheinische Post: Kommentar / Rente – neuer Bruch des Generationenvertrags = Von Antje Höning

Deutschlands Linke will sich mit der harten
Realität der alternden Gesellschaft nicht abfinden. Daher nutzt sie
den kleinen Finger, den die große Koalition ihr reicht, um nach der
ganzen Hand zu greifen. Mit der Forderung, das Rentenniveau auf 50
Prozent des Bruttolohns festzuschreiben, will die Linke die großen
Reformen der jüngsten Zeit zurückdrehen. Die Motive sind klar: In
einem Land, in dem jeder dritte Wahlberechtigte über 60 ist, kann ein
Wahlkämpfer nicht genug für Rentner tun. Zudem machen es die
Parteichefs vor: Merkel schenkt den Deutschen die Mütterrente,
Gabriel die Rente mit 63. Schon sie scheren sich nicht um die Last
für Arbeitnehmer und Betriebe. Da darf es für die Linke gerne etwas
mehr sein. Tatsächlich wäre eine solche Mindestrente aber verheerend.
Schon jetzt steigt der Beitragssatz um vier Prozentpunkte, weil die
Gesellschaft zugleich schrumpft und altert. Erst setzt die
Babyboomer-Generation nicht genug Kinder in die Welt, die ihre Rente
sichert. Nun will sie die junge Generation (und die Betriebe) zur
Finanzierung neuer Wohltaten zwingen. Das wäre nicht nur ein Bruch
des Generationenvertrages. Damit wären auch alle Opfer, die gerade
die SPD für die Rente mit 67 gebracht hat, umsonst gewesen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Weitere Informationen unter:
http://


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