Rheinische Post: Kommentar: Verbreiteter Missbrauch

Je mehr Details im Fall des massenhaften
Kindesmissbrauchs in Lügde bekannt werden, desto unfassbarer ist, wie
lange die Täter unentdeckt blieben. Einem Bericht des
NRW-Familienministeriums zufolge waren daran offenkundig nun auch
noch Doppel-Zuständigkeiten der Jugendämter in NRW und Niedersachsen
schuld. Während die Nordrhein-Westfalen das Kindeswohl in Gefahr
sahen, glaubten die Niedersachsen den Beteuerungen des Pflegevaters.
Im Ergebnis blieb das Mädchen bei seinem Peiniger. Es werden viele
Lehren aus diesem schrecklichen Fall zu ziehen sein. Jenseits der
Aufarbeitung des Behörden-Versagens sollte aber eine Erkenntnis um
sich greifen: Kindesmissbrauch ist alltäglicher, als viele meinen –
gerade im Familien- und Bekanntenkreis. Manch einer, der an führender
Stelle zurzeit mit der Aufklärung des Falls Lügde betraut ist,
spricht von einer erschreckenden Dimension des Kindesmissbrauchs in
unserer Gesellschaft. Dass dies gern verdrängt wird, macht es den
Tätern leicht, unentdeckt zu bleiben. Davon hat auch der mutmaßliche
Kinderschänder von Lügde profitiert.

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