Rheinische Post: Lebensmittel brennen Kommentar Von Godehard Uhlemann

Welch eine makabre Situation. Die Menschen in
Venezuela brauchen dringend Nahrungsmittel und Medikamente. Beides
wird vom Ausland bereitgestellt, von der linkspopulistischen
Regierung Maduro aber nicht ins Land gelassen. Die Armee geht mit
Waffengewalt gegen die Hilfslieferungen vor und verwandelt das Land
in eine Festung. Sie konserviert die Notlage der Menschen, weil sie
offensichtlich glaubt, nur so ihre Macht und die ihres
Oberbefehlshabers Maduro erhalten zu können. Das mag kurzfristig
möglich sein, auf Dauer aber wird sie scheitern, und das ist gut so.
Niemand hat das Recht, mit den Lebensgrundlagen von Menschen zu
spielen und ersehnte Nahrung in Brand zu schießen. Das einst reiche
Land ist herunter gewirtschaftet, mehr als drei Millionen Menschen
haben bereits Zuflucht im Ausland gesucht. Maduros Politik ist
skrupellos. Da ist es verständlich, dass sich ein Großteil der Bürger
gegen ihn stellt. Dass die Menschen dabei auf eine hochgerüstete
Armee treffen, macht ihren Kampf gefährlich, aber nicht aussichtslos.

Pressekontakt:
Rheinische Post
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