Rheinische Post: Linken-Spitzenkandidat fordert Ost-Quote bei Stellenbesetzung in Behörden

Der Spitzenkandidat der Linken in Brandenburg,
Sebastian Walter, hat eine Ost-Quote für Spitzenstellen in Behörden
und Hochschulen in Ostdeutschland gefordert, weil diese Posten in der
großen Mehrheit von Westdeutschen besetzt seien. “Die Ostdeutschen
sind in der oberen Hierarchie-Ebene massiv unterrepräsentiert”, sagte
Walter der Düsseldorfer “Rheinischen Post” (Mittwoch). Die Linke
fordere deshalb eine “faktische Landeskinderregelung”. Gebürtige
Brandenburger müssten demnach bei gleicher Qualifizierung die
ausgeschriebene Stelle bekommen. “Oder wir müssen eine Quote für
Ostdeutsche einführen. Ihnen ist jede Motivation genommen, wenn sie
niemals an die Spitze einer Behörde oder auch Hochschule kommen, weil
die seit den 90er Jahren mit Westdeutschen besetzt ist, die nicht
unbedingt immer besser sind”, sagte Walter. “In einem westdeutschen
Bundesland wäre es schier unmöglich, dass so viele Ostdeutsche eine
Behörde leiten würden.”

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