Rheinische Post: Ministerpräsident Hans warnt CDU vor Niedergang durch Personaldebatten

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans
(CDU) lehnt einen Mitgliederentscheid über die nächste
Unions-Kanzlerkandidatur ab und warnt seine Partei vor einem
Niedergang durch dauernde Personaldebatten. Annegret
Kramp-Karrenbauer habe als CDU-Chefin das erste Zugriffsrecht auf die
Kanzlerkandidatur, sagte Hans der Düsseldorfer “Rheinischen Post”
(Freitag). Sie sei eine Kämpferin und eine sehr erfahrene
Politikerin. “Außer ihr hat keiner unterhalb von Angela Merkel eine
so breite Erfahrung in Regierungsämtern und mit Wahlkämpfen. Sie hat
immer gezeigt, dass sie eine Situation in letzter Minute noch drehen
und ins Positive wenden kann.” Er sei sicher: “Sie wird sich
behaupten.” Hans, Kramp-Karrenbauers Nachfolger im Saarland, warnte:
“Es geht der Union nicht gut.” Beide Volksparteien seien in der
Krise. “Deshalb darf die CDU nicht den gleichen Fehler machen wie die
SPD und sich in Personaldebatten verlieren, sonst werden ihre
Umfragewerte weiter sinken.” Die Junge Union, die ihr Jahrestreffen
am Wochenende in Saarbrücken veranstaltet, müsse sich überlegen, ob
sie wirklich eine Urwahl wolle. “Wir sind bisher gut damit gefahren,
die Kanzlerkandidatin oder den Kanzlerkandidaten von den Spitzen von
CDU und CSU gemeinsam bestimmen zu lassen. Wenn es so weit ist, habe
ich die Hoffnung, dass wir das in großer Geschlossenheit hinbekommen.
Dann wird es nur einen Kandidaten oder eine Kandidatin geben, und
dann brauchen wir auch keine Urwahl.”

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2627

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